Ein Beitrag zur Rechts-Symbolik.
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Dann wird in der Hist, de la legisl., p. 331, die „Benedictio
ferri ad faciendum juditium“ aus einem alten Ritual des Benedictiner-Ordens
mitgetheilt.
Vgl. auch Helfferich, a. a. ()., S. 311, wo eine ähnliche Procedur
aus der „Franquiza de Alarcon“ abgedruckt ist; und S. 403
eine darauf bezügliche Stelle aus dem „For de Jaca“.
Die beiden anderen Arten der Probe durch glühendes Eisen
(Grimm, 912—913) scheinen in Spanien nicht in Gebrauch gewesen
zu sein (Hist, de la legisl. T. II. p. 330).
2. Durch die Kesselprobe, oder den Kesselfang.
Wird schon im Fuero juzgo, Lib. VI. Tit. I. Lev 3, erwähnt ');
ferner im Concilium Legionense von 1020, Lex XL. (Munoz, p. 70);
aber diese Art des Gottesurtheils war nicht nur die nachweisbar
älteste, sondern auch die am häufigsten angewandte in Spanien (vgl-Hist,
de la legisl. 1. c.); die dort dabei beobachtete Procedur erhellt
aus folgenden Gesetzen:
Novelle zur Lex Wisigoth. in einer Handschrift von S. Isidro
zu Leon, mitgetheilt von Helfferich, S. 341 ff.
„Qualiter examinatio debeat fieri, hie ordo servabitur. In lib.
XII. titulo tertio, sententia octava decima de mensura et ordine examinationem
Kalde.“
I.
„Tres uncias semis, atque pueritia innocens tota manu sana, et
totum corpus absque macula lapides tres manu dextra in caldaria
mittat et postea ejiciat. Et si formidolosus lapidem non ejecerit, et
bis aut tertio pro uno negotio manum miserit, aut supra mensuram
caluerit aqua, omnino examinatio invalida erit manicipium
dum quindecim annos hahuerit, mittat manum in calda: usque in
*) Helfferich, S. 286—287, zeigt, dass dies auch die rechte Stelle sei, wo dieses
Gesetz eiiizureihen ist, und nicht, wie im lateinischen Text des Forum judicum
der Madrider Ausgabe geschehen ist, unter Lib. II, Tit. I, Lex 32; er zeigt ferner
dass es keine später eingeschobene Novelle ist, wie Marina und die Verfasser der
Hist, de la legisl. Tomo II, p. 331, glauben, sondern schon von einem „Nachfolger
Chindaswind’s, höchst wahrscheinlich von Witiza“ herrühre.
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