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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 51. Band, (Jahrgang 1865)

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Wolf

el  Senor  del  eredamiento,  o  el  suo  Merino,  ö  el  quel’  mandare;  e
peclie  otro  tanto  de  eredat,  quanto  es  aquello  que  es  so  el  arbol,
en  que  entro  el  ganado  ä  pacer“.
Hier  ist  es  klar  ausgesprochen,  dass  diese  eigenthümliche  Art
von  Busse  für  das  Wergeid  (omecillo)  einzutreten  hatte.  —  „An  die
Stelle  des  Goldes  tritt  hei  manchen  Bussen  Getreide,  dessen  goldene ­
  Körner  auch  sonst  dem  Golde  verglichen  werden“.  Simrock,
a.  a.  0.  S.  553.
3.  Wenn  ein  Schuldner  zahlungsunfähig  geworden  war  und
ein  Gläubiger  ihn  heim  Kleide  oder  Körper  (s.  oben,  d,  4)  ergriffen
hatte  und  gefangen  mit  sich  führte,  während  des  Fortführens
aber  ein  anderer  Gläubiger  sich  zwischen  die  beiden  drängte  und
den  gefangenen  Sehuldner  an  sich  reissen  konnte,  so  hatte  die  Forderung ­
  des  letzteren  den  Vorzug,  ja  der  Schuldner  blieb  frei,  wenn
der  letztere  dazu  einwilligte.  Dann  aber  liess  das  Gericht  einen
Riemen  um  den  Arm  des  Schuldners  befestigen,  den  er
tragen  musste,  bis  er  seine  Schuld  abgezahlt  hatte  und  das  Gericht
selbst  ihm  den  Riemen  wieder  ahnahm.  So  lange  er  ihn  trug,  konnte
ihn  kein  anderer  Gläubiger  belästigen.  —  S.  das  in  der  Hist,  de  la
legislacion,  Tomo  IV,  p.  300—301,  aus  dem  Fuero  de  Sobrarbe
(in  der  Coleccion  de  Tudela)  im  Auszug  mitgetheilte  Gesetz  XC.
Der  Riemen  ist  hier  wohl  das  Symbol  der  Unfreiheit,  das
der,  trotz  seiner  Freilassung,  seiner  Verpflichtung  nicht  entbundene
Schuldner  als  Strafe  tragen  musste.
4.  Strafe  desjenigen,  gegen  den  Jemand  ein  Pfandrecht  geltend
machte  und  der  keinen  Bürgen  dafür  (fiador  de  derecho)  stellen
konnte,  dass  er  sich  dem  Rechtsspruch  unterwerfen  werde.
Fuero  de  Navarra,  Lib.  III,  Tit.  15,  cap.  3.
„Quando  un  hombre  peindra  d  otro  por  alguna  razon,  que
fiador  li  deve  dar,  et  si  non  podiere  haber  fiador,  en  que  manera
deve  cumplir“.
„Si  nuill  home  prendare  ä  otro,  el  peindrador  devel’  demandar
por  que  peindra,  et  el  mostrando  los  clamos,  devel'  dar  fianza  de
dreito  i)  de  aqueilla  villa  dont  el  peindrador  es  morador,  et  si  dent

Diese  etwas  dunkle  Stelle  ist  wohl  also  zu  verstehen  :  Wenn  Jemand  gegen  einen
Anderen  ein  Pfandrecht  geltend  macht,  so  muss  er  ihm  die  Gründe  dafür  angeben;
hat  er  also  seine  Forderung  nachgewiesen,  muss  jener  einen  Rechtsbürgen  (fiador
            
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