102
Wolf
XXV sed si voluerit ipse (der Eigenthümer des Hauses)
sua sponte rendere domum suam, duo cristiani, et duo iudei
aprecientur laborem illius, et si voluerit dominus soli (der Eigenthiimer
des Grundes der in diesem Falle das Vorkaufsrecht hatte)
dare definituni precium , det etiam et suo alboroc. et si noluerit
vendat dominus laboris laborem suum cui voluerit“.
Hier ist es der Weinkauf, alboroc, alvoroch, oder alboroque,
und „echar el alboroque“, das Weinkauf trinken, wodurch der Kauf
bekräftiget wurde (Alboroque es robra que confirma la compra), der
anfangs in natura gegeben und dann in eine bestimmte Zuschlagssumme,
die den Kauf erst gültig machte, verwandelt wurde. In
Navarra hiess diese Bekräftigung: Aliala oder Aliara, und bestand
nicht blos in Wein, sondern in einem Mahle, das die Contrahirenden
gemeinsam verzehrten und das der Käufer bestreiten musste ').
Vgl. Helfferich, S. 309; und über den Weinkauf als Symbol,
Grimm, S. 191; — Simrock, Handb. d. deutschen Mythologie,
S. 334; — Reyscher, a. a. 0., S. 43—46. Dass der Weinkauf,
Wein- oder Biertrank an die Stelle des altgermanischen Bluttranks
trat, bat Phillips nachgewiesen (Grundsätze des gemeinen
Privatrechts. 3. A. Berlin, 1846. 8°. S. 420 und 306; — und besonders
in s e i n e r trefflichen Abhandlung über den L eit kauf in den
Münchner gelehrt. Anzeigen Bd. 18, n. 73).
ej Bei Bussen und Strafe n.
1. Busse für den Fall, wenn die von dem Verstorbenen dazu
bevollmächtigten Verwandten einen Platz für sein Grab gewählt und
es bereits geöffnet hatten, dann aber die Leiche in einem anderen
Platze begruben.
„Aliala, 6 Aliara. Comida que solia darse en celebridad de algnn contrato de venta
entre los contratantes y testigos que concurrian: en 1248 la aliala que se dieron
Saya Guillar, y Maria Fortiz, por la venta de una casa en Salvatierra, se compuso
de pan, vino, carne de puerco y gallinas en abundancia. El fuero de Tudela dice,
que el comprador debia dar si la aliara de tres carnes ä eomer a los vendedorcs,
si fuere la venta de 100 suehlos arriba, y sino de cada maravedi un dinero.“
Yanguas, Diecion. de antigiiedades, Tomo 1. p. 30. — Nach Zuaznavar Ensayo
sobre la legislacion de Navarra, I, 244 (von Helfferich, S. 309, angeführt;
mir nicht zur Hand) hiess in den Ostländern Spaniens Botilla, eine Art Alcabala
(Verkaufssteuer); vgl. auch Yanguas, 1. c. Tomo II, p. 62G, wo diese Steuer auch
unter dem Namen: Botejas angeführt wird.