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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 51. Band, (Jahrgang 1865)

Ein  Beitrag;  zur  Rechts-Symbolik.

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„Que  cosas  paede  peindrar  (pfänden)  el  fiador  que  peita  por
muerto,  et  en  que  caso  paede  travar  del  muerto“.
„Fianza  que  ha  ä  peitar  por  home  muerto,  deven  pararlo
del  muerto  (sic;  1.  deve  emparar  lo  del  muerto)  por  la  dobla  si  peitö,
et  si  non  lo  ha,  puede  prender  el  cuerpo,  fuera  de  casa,  ö  de
glesia,  e  teuer  el  cuerpo  peindrado,  que  no  entre  de  justierra  (unter
die  Erde)  etc.“
Es  war  nämlich  noch  im  15.  Jahrhundei’t  der  Gebrauch  in
Navarra,  die  Leiche  des  Schuldners  als  Pfand  zu  nehmen;  nur
musste  dies  ausserhalb  des  Hauses  des  Verstorbenen  und  der  Kirche
geschehen.  So  hat  im  Jahre  1401  Miguel  Arnal  de  Ruiperis  die
Leiche  des  Luis  de  Undiano,  eines  Einwohners  von  Pamplona,  als
Pfand  weggenommen,  und  wollte  sie  nicht  eher  begraben  lassen,
bevor  ihm  nicht  die  Summe  von  76  Gulden  ausbezahlt  würde,  die
der  Verstorbene  ihm  schuldete.  Als  der  König  diesen  Fall  erfuhr,
befahl  er  die  Leiche  zu  begraben;  der  Gläubiger  belangte  darauf
den  König  wegen  der  Schuld,  und  dieser  Hess  die  Güter  des  Verstorbenen ­
  verkaufen,  um  damit  dessen  Schuld  zu  bezahlen.  —  S.  Hist,
de  la  legislacion  Tomo  IV,  p.  326.
Dieses  Pfänden  der  Leiche  des  Schuldners  scheint  mit  dem
römischen  Rechte  zusammenzuhängen,  nach  welchem  der  Gläubiger
auch  über  die  Person  des  Schuldners  eine  solche  Gewalt  erlangte,
dass  er  ihn  tödten  oder  verkaufen  konnte.
Vgl.  die  dafür  von  Grimm,  S.  615,  beigebrachten  Belegstellen.
6.  Zur  Bekräftigung  des  Kaufvertrags.
Fuero  de  Navarra,  Lib.  III,  Tit.  XII,  cäp.  8:
„Que  calonia  ha  qui  deisa  (nicht  hält)  la  compra  de  qui  da
la  palma“.
„Si  algun  home  quiere  de  otro  home  comprar  heredat,  ö  bestia,
ö  otras  cosas,  et  fecho  el  abenimiento  del  precio  ä  voluntad  de  las
partidas,  si  sobre  esto  se  dieren  palmada  el  un  al  otro,  por  ser
ferme  Y  asentimiento,  si  por  aventura  el  vendedor,  ö  el  Comprador
se  tornassen  de  la  conveniencia,  segun  el  fuero  deve  dar  aqueill,
qui  se  repentirä,  al  otro  cinco  sueldos  por  la  palmada,  et  si  prisso
seinal  (Handaufgeld)  deve  doldar  la  seinal“.
Über  das  Symbol  des  Handschlags,  vgl.  Grimm,  S.  138;  —
und  Reyscher,  a.  a.  0.  S.  44—45.
Concilium  Legionense  (Muiioz,  p.  67).
            
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