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Th. v. Karajan
Mit grosser Anstrengung ist ihr dies auch wirklich gelungen, denn
im Augenblicke sind bis auf ganz unbedeutende Druck- und Buchbinderarbeiten
nicht nur die Rückstände des vorausgehenden Jahres, sondern
auch die Aufgabe des letzten vollendet und ich bin im Stande,
heute Bericht zu erstatten, sowohl über die Leistungen des Jahres
1862 auf 1863, wie über jene des Jahres 1863 bis Ende 1864.
Zwei der in unserem Berichte als Leistung der letzten beiden
Jahre mitaufgeführten Bände der Fontes, erscheinen allerdings schon
im Berichte über 1861 auf 1862 als in Angriff genommen eingereiht
und zwar als je einen Band der Fontes füllend. Doch geschah dies
damals in gutem Vertrauen auf die Leistungsfähigkeit der Druckerei,
die durch ihre Schuld Verzögertes rasch nachzuliefern im Stande sein
werde. Jetzt ist dies zu bereuen, denn beide Bände geriethen schon
kurz nach der verspäteten Inangriffnahme in die allgemeine Stockung
und konnten erst nach Jahr und Tag wieder in Fluss kommen. Da
zudem beide Bände mittlerweile durch wichtige Beigaben vermehrt
wurden, welche an Umfang allein einen Band füllen würden, so können
sie mit Fug und Recht von unserem Standpuncte aus, als Leistungen der
letzten zwei Jahre mit aufgeführt werden und es wird wenig beirren,
dass sie in der wissenschaftlichen Durchordnung des Gelieferten
jetzt nochmals aufgeführt erscheinen. Es sind dies die beiden Urkundenbücher
Altenburgs und Hohenfurts mit ihren Anhängen, welche
letztere bis jetzt noch gar nicht erwähnt waren.
Für jedes dieser beiden Jahre sind nunmehr zwei Bände Fontes
und zwei Bände des Archives fertig geworden. Von den Fontes der
sechste der ersten, der einundzwanzigste, dreiundzwanzigste und vierundzwanzigste
der zweiten Abtheilung; vom Archive die Bände XXX,
XXXI, XXXII und XXXIII. Erstere umfassen 161, letztere 108, zuairanen
also 269 Druckbogen.
Die Gesammtmasse des in diesen Bänden zu Tage tretenden
geschichtlichen Stoffes, wie gewöhnlich nach den Ländern gesondert,
gibt folgendes Ergebniss.
Österreich unter der Enns.
Für die Geschichte dieses Stammlandes des Kaiserreiches liegen
nach zwei Richtungen hin namhafte Beiträge vor. Drei von ihnen
betreffen die Kirchengeschichte desselben.