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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 50. Band, (Jahrgang 1865)

Über  den  phonetischen  Werth  eines  Hieroglyphenzeichens.  87
Eine  zweite  Phonetik  des  Zeichens  ^  ist  #J  yub  und
yubad  oder  ®  J  yutub.  So  wird  in  einer  Inschrift  zu  Esne  der
König  Ptolemäos  VII  genannt  der  ‘):
&  |tt7  *=huq


Fürst

mo
in

Waza  ....  an.u  mo
Aegypten,  der  Eintreiber  der  Tribute  in
tata  Munti
dem  Welttheile  Asien.
Der  in  dieser  Verbindung  vorkommenden  Gruppe  cntspricht
  in  einer  andern  Legende  bei  Lepsius  3 )  der  Ausdruck  •Jfc
yub  anu.t,  woraus  zu  ersehen  ist,  dass  dem  Zeichen  ^  oder
^  der  Laut  yui)  zukommt.
Wie  hier  yuB  in  seiner  Bedeutung  mit  der  oben  sub  Nr.  1  nachgewiesenen ­
  übereinstimmt,  so  kommt  dasselbe  auch  in  der  sub  Nr.  4
entwickelten  Bedeutung  vor.  So  heisst  es  z.  B.  von  Ptolemäos  IX  in
einer  Inschrift  auf  Philä  3 ):
,t7T::±,
padam.u  yuB  na  ba.uk
die  Barbaren  beugen  sich  vor  deinem  Geiste.
Ganz  dieser  Diction  entspricht  folgende  Bede  der  Göttinn  Hathor
in  einer  Inschrift  zu  Edfu  an  Ptolemäos  XI 4 ):

—  in
ana.tu
Völker

nab
alle

%ub
beugen  sich

na
vor

III

ba.uk
deinem  Geiste.

In  der  Ptolemäer-  und  Kaiserzeit  wechselt  ^  auch  mit  dem
Zeichen  ab,  dessen  Phonetik  bekanntlich  ap,  vielleicht  auch
tup  (wegen  der  gleichen  Verwendung  der  Zeichen  W  und

')  Lepsius,  Denkin.  IV,  24.
2 )  A.  a.  O.  IV,  60,  6.
3 )  A.  a.  0.  IV,  36.  h.
            
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