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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 50. Band, (Jahrgang 1865)

Über  (len  phonetischen  Werth  eines  Hieroglyphenzeichens.

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Zur  Bestimmung  der  Phonetik  des  Zeichens  ^  findet  sich  nach
meinem  Dafürhalten  ein  Anhaltspunct  in  einer  Grabinschrift  hei
Lepsius,  worin  folgende  Stelle  vorkommt  »):
fWZ  P
sa.kad.nak  Jiuqa.u  pan  na  sam  sa  Baknarunaf
du  hast  gespendet  Tugenden  diesedem  Priester  würdigen  Bakenrunaf;
und  in  einer  darauffolgenden  Stelle  heisst  es:

sasnut.u  sa.kad  na  Kuka.u  pan  na  sam
die  Todtenrichler  haben  gespendet  die  Tugenden  diese  dem  Priester  etc.

Da  das  Zeichen  ^  in  der  Regel  das  phonetische  Supplement
dB«  nach  sich,  und  im  vorliegenden  Falle  die  Lautzeichen  sic  vor
sich  hat,  so  dürfte  daraus  wohl  der  Schluss  gezogen  werden  können,
dass  der  Hieroglyphe  ^  der  Laut  sakad  zukomme.  Doch  glaube
ich,  dass  das  Wort  sakad  kein  Stammwort,  sondern  in  die  Elemente
sa  (das  causative  Präfix)  -j-  lcad  (den  Wortstamm)  zu  zerlegen  sei,
daher  wir  für  das  Zeichen  ^  den  Laut  lcad  erhalten  würden.  Diesem ­
  Stamme  lcad  entspricht  aller  Wahrscheinlichkeit  nach  das  koptische ­
  k.«,t  (im  basmurischen),  hot  (im  saliidischen  und  mempliitischen
  Dialect),  convertere,  reverti,  ,  in  orbem  peragrare,
yvpoa),  uta  ,  ß.,  circumdare,  cingere,  daher  rat,  cor  bis,  ivot,
rota,  dann  mensura  itineris,  parasanga,  ^i-rot,  Her  suscipere,
obambulare,  perambulare.  observare  etc.

Ist  diese  Ermittlung  richtig,  so  wird  man  die  Hieroglyphe  ^
mit  der  phonetischen  Gruppe  ^  ^  qad  3 )  (causativ  sa.qad)
zusammenstellen  müssen,  da  diese  beiden  Ausdrücke  auch  in  der
Bedeutung  übereinstimmen.
In  den  oben  unter  Nr.  1  angeführten  Bedeutungen  (vereinigen, ­
  verbinden,  zusammenfügen,  bilden)  von  ^

*)  Lepsius,  Denkm.  HI,  259.
3 )  Die  Phonetik  von  ^  wäre  nach  diesem  vereinzelten  Falle  k\  doch  steht  in  der
Mehrheit  der  vorkommenden  Fälle  in  den  Hieroglyphen  dem  Zeichen  ^  der  Laut  A
und  in  der  hebräischen  Schrift  das  p  gegenüber;  vgl.  „Die  ägyptischen  Denkmäler
in  Miramar“,  S.  314.
            
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