Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 50. Band, (Jahrgang 1865)

I>.  S.  Heiniseh,  Über  den  phon.  Werth  eines  Hieroglyphenzeichens.

73

Über  den  phonetischen  Werth  eines  Hieroglyphenzeichens.
Von  Dr.  S.  ftcinisch.
Die  Bedeutung  des  Zeichens  ^  hat  zum  Tlieil  bereits  Champollion
  ermittelt,  dagegen  blieb  der  phonetische  Werth  desselben
noch  bis  gegenwärtig  unbekannt.  Über  das  Bild  und  die  Bedeutung
des  Zeichens  äussert  sich  Champollion  folgender  Massen:
„  ^,  Vimage  d'nn  sceau  et  de  deux  fouets,  msignes  de  la  pnissance
  royale;  ce  verbe  symbolique  est  employe  poar  exprimer  les
idees  etre  soumis,  etre  subjugue“  *)•
Was  das  äussere  Bild  des  angeführten  Zeichens  anbelangt,  so
stellt  dasselbe  nach  Champollion  einen  Siegelring  mit  zwei  Geisseln
  dar 2 ),  ebenso  trifft  die  Bedeutung  des  Zeichens  wie  sie
Champollion  bestimmt  hat,  thatsächlich  in  einer  grossen  Anzahl
von  Fällen  zu,  in  denen  es  in  der  hieroglyphischen  Schrift  angewendet
erscheint,  obgleich  sich  dieselbe  nicht  auf  alle  vorkommenden  Fälle
ausdehnen  lässt.
Aus  einer  Zusammenstellung  von  Beispielen,  welche  ich  über
den  Gebrauch  und  die  Phonetik  des  Zeichens  ^  gesammelt  habe,
ergibt  sich,  dass  demselben  folgende  Bedeutungen  zukommen:
1.  AlsHauplbedeutung  dießegriffe:  vereinigen,  verbinden,
zusammenfügen.  So  heisst  es  im  Todtenbuche  vom  Verstorbenen ­
  3 ):

*)  Champollion,  Dictionnaire  egypt.  pag.  305,  nr.  351.  Grammaire,  pag.  360.
2 )  Vereinigung  der  Symbole  für  die  legislative  (Siegel)  und  executive  (Geissei)  Gewalt ­
  des  Königs.
3 )  Todtenb.  Cap.  147,  27.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.