Beiträge zur Kritik und Erklärung des Sophokles.
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V. 1344 ff.
navra ydp
'Xt/jicc rdo’ iv -yspocv rd o km xpari pot
KÖrpog 8vGx.6piarog dariXam.
So lautet die Überlieferung im Laurentianus. Die Änderung
Ikyjia rav ytpaXv und die Erklärung derselben, so wie die gewöhnliche
Auffassung der ganzen Stelle, halte ich für unzulässig. Meiner
Meinung nach sagte Kreon, dass schweres Geschick von allen
Seiten und in jeder Richtung (nravra) auf ihn einstiirmte, und diesen
Begriff „von überall her“ specialisirte er dann durch Angabe einzelner
Richtungen. Mit Aiyjjia d^rfkaro bezeichnet Kreon, dass das Unglück
seitwärts (d. i. ab utroque latere) auf ihn einstürmte. Mit rd ini
xpari bezeichnet er, dass Unglück auf ihn von oben herabstürzte;
und so vermuthe ich, dass in den unmittelbar vorausgehenden Worten
die dieser letzten entgegengesetzte Richtung „von unten nach oben
zu, aufwärts“ bezeichnet ward. Demgemäss glaube ich Vorschlägen
zu können
navra yäp
Xkypta r d ö’ dvdxap rä cT ini xpari pot
norpog duaxoptarog darfkaro
d. i. ,, von überall her , seitwärts, aufwärts, abwärts , stürmte
schweres Geschick auf mich ein“. In mehr als einer Hinsicht bietet
hiefür II. p 116 eine Analogie dar: noXkä cT dvavra xdravra napavra
rs dö-ypta r' YikSov. Wie hier itokkd durch die nachfolgenden Ausdrücke
(unter denen ein Paar offenbarer Gegensätze: dvavra xdravra
sich findet) specialisirt wird, um die mannigfachen Richtungen recht
plastisch darzustellen, so auch an unserer Stelle nach meiner Conjectur.