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K v i c a 1 a
tlvcc und xTCGKTÜiLv tlvoc an die sinnliche Bedeutung „ausspeien“
sich aulehnt, und nicht wie hei xaraTzrösiv und npog,ttösiv, an die
Bedeutung „anspeien“. Y r on dem Compositum äüOTvröstv ist es von
vornherein sehr wahrscheinlich, dass es nur „exspuere, respuere“
und nie „conspuere“ bedeutete. Mit der sinnlichen Bedeutung
„exspuere, respuere“, die nrvsiv und dnorrrveiv hat, hängt die Bedeutung
„verschmähen, verabscheuen“ sehr natürlich und augenscheinlich
zusammen. Interessant ist der Gebrauch des dttonrOetv
von Pferden, die den Zügel nicht vertragen (vgl. Jacobs zu Philostr.
p. 280); dieser Gebrauch steht gewisermasssen in der Mitte zwischen
der sinnlichen und übertragenen Bedeutung „verschmähen“. Eben so
augenscheinlich ist im Latein bei „respuere“ der Übergang von der
Bedeutung „ausspeien“ zu der Bedeutung „verschmähen, verabscheuen“.
Vgl. Stat. Theb. 8, 344 respuere frenos cum sanguine—
einerseits, und anderseits Stellen wie Euer. 6,68 quae nisi respuis ex
animo longeque remittis. Cic. de Or. 3, 26, 99 quin ctiam gustatus,
quam cito id, quod valde dulce est, aspernatur ac respuit.
Dass es an unserer Stelle keinem Griechen einfallen konnte,
nzvaag in der ursprünglichen Bedeutung zu nehmen, ist natürlich;
der Dativ npoa&Tcu) zwang eben dazu, rerOaag in der übertragenen
Bedeutung zu nehmen. Nauck irrt sehr, wenn er hei rrrvoag rrpoaüttuj
die Bedeutung „in das Gesicht speiend“ für möglich oder gar
für sicher hält. Diese von Musgrave aufgestellte Erklärung hat schon
Erfurdt mit dem richtigen Prädicat bezeichnet; er hätte nur noch
hinzufügen sollen, dass diese Erklärung auch sprachlich unstatthaft
ist. „In das Gesicht speiend“ lautet im Griechischen npooreriiwv oder
emnruojv npoGwrw.
In Betreff des Dativs 7zpoGÜ7tu> hei nrvaag hat Schneidewin
sehr passend Plat. Euthyd. 267 E jj.iidiäaxg rw npoauKop verglichen.
Vgl. ausserdem Hom. II r, 212 jj.u§i6o)v ßloavpoTm 7rpoaomaGi. Stat.
Silv. 1, 2, 106 illa refert vultu non aspernata rogari.