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K v i c a I a
und wahren Bedeutung auffasst“ nachweisen. Vgl. z. B. Aescli.
Ch. 764 y.uxög ys [xdvzig uv yvo»; rdos, wo sich p.dvzig nicht auf
etwas Zukünftiges, sondern auf ovno) (näml. 'Opiazrjg einig o'lyjzat
öop.cov) bezieht.
Es ist also der Ausdruck (xdvzig zSxv y.uSeazüizwv eben so gut
möglich, wie p.dvzig tojv fxellovzwv. Es hat eben in jedem dieser
Ausdrücke [xdvzig eine andere Bedeutung. Mdvzig rcöv xuSeaz&zuxv
ist jener, der die bestellenden Verhältnisse richtig und mit eindringendem
Blicke auffasst und würdigt, der Deuter des Bestehenden;
p.dvzig zoiv ixellovzuv dagegen ist, wer die Zukunft voraussieht.
Nun dürfte man vielleicht sagen, diese Vertheidigung von
Ellendt's Erklärung sei sehr sonderbar, da gerade durch diese meine
Auffassung von (xdvzig der so unerlässlich geforderte Begriff der Zukunft
eliminirt werde. Allerdings habe icli diesen Begriff bisher sorgfältig
ferngehalten, weil ich bisher nur die Phrase p.dvzig zütv vaxjenzwzoxv
an und für sich, ohne Rücksicht auf den Zusammenhang des
Verses 1160 mit dem vorangehenden Gedanken, betrachtet habe
und erst die Bedeutung derselben an und für sich constatiren musste.
In einem geeigneten Contexte kann (xdvzig rcöv y.aSsozdxzwv einen
Mann bezeichnen, der die bestehenden Verhältnisse insofern richtig
und scharf auffasst, dass er bestimmen kann, wie dieselben später
gestaltet sein werden, oh sie unverändert bleiben werden oder nicht.
An unserer Stelle nun ist der Context ganz darnach angethan, dass
wir unter (xdvzig zü>v y.uSevz&ziüv einen solchen Menschen verstehen
können und verstehen müssen, der nicht etwa blos sieht, dass die
bestehenden Verhältnisse so oder so beschaffen sind, sondern auch
dieselben mit scharfem Blicke durchschaut, so dass er die Hülle der
Gegenwart durchdringend ermessen kann, wie sie später gestaltet
sein werden. Da nämlich der Bote gesagt hat „kein Lehen möchte
ich fürder loben oder tadeln; denn auf das jetzige Glück kann Unglück
folgen und umgekehrt“, so muss jedermann bei den unmittelbar
folgenden Worten „und es gibt keinen Deuter des Bestehenden“
an jene Deutungsgabe denken, welche zu ermessen vermöchte,
ob das jetzt bestellende Glück die Bürgschaft seiner Dauer in
sich trägt.