ovv, öv av aivsaaip.i erscheint ouy. sgtiv gvtivu av ß'cov aiviaaip.i
i).
Aber warum hätte Sophokles, könnte man tragen, diese Ausdrucksweise,
die wenn auch richtig, doch ziemlich schwerfällig ist,
wählen sollen, wo er sich der einfachen Ausdrucksweise guy. saS'
gkoXgv dv dvSp. ßiov gut’ aiv. dv Guts. /xsp.. tzgts hätte bedienen
können. Dem Metrum wäre ja genügt worden, wenn er z. B. gkgXov
äv rtv’ (wie Meineke vermuthet) für gkgigv gtomt äv geschrieben
hätte. Auch dafür, dass Sophokles das schwerfällig erscheinende
gt&vt’ setzte, lässt sich ein bestimmter Grund angeben. Dem Boten
schwebt hei seiner Äusserung Kreon's Lehen vor; Kreon war unvermutliet
auf den Gipfel des Glückes erhoben worden, indem ihm durch
Eteokles' Tod die navTsl'ng [j-Guapyja zufiel; und indem ihm eben
diese plötzliche Wendung in Kreon's Lehen, dies epochemachende
Ereigniss vorschwebte, gebrauchte er den Ausdruck gkgXgv gtc/.vt'
„möge sich ein Leben noch so glücklich gestalten, wie das Kreon's,
ich möchte es fürder niemals loben, während ich früher anders urtheilte;
denn Kreon's Lehen erschien mir beneidenswerth (1101)“.
Dass die Rticksichtsnahme auf Kreon's Leben einen Einfluss auf die
Formulirung der vom Boten ausgesprochenen Sentenz hatte, ist sehr
leicht begreiflich; Kreon’s Schicksale sind es ja, die ihm jene Sentenz
lebhaft zu Gemüthe führen. Der zweite Theil der Sentenz gute
[xsp.ipal.ij.rjv kgts und der darauf bezügliche Theil des in V. 11Ö8 f.
ausgesprochenen Gedankens (nämlich Tuyrj GpSoX tqv duGTuyoüvToj
gehört natürlich eigentlich nicht zur Sache; es findet sich aber oft
die Erscheinung, dass ein aus mehreren Theilgedanken bestehendes
Sprichwort vollständig angeführt wird, obzwar nur ein Theil für den
betreffenden Zusammenhang passt. Vgl. Ai. 131 f. ojg rjp.spa ylivsi
rs xdväysi rcähv änavTa TavSpthnsia, wo nur vlivsi eigentlich für
den Zusammenhang von Wichtigkeit ist. Noch auffallender erscheint
Ai. 138 ff. ymItoi ap.ir.pGi psydltüv yojpi? atpakspdv nupyau püp.a
itiXovTar [xetü ydp \xzyakajv ßaiög äpiGT dv xai p.£y a g GpSiGXS'
ükg p.i.Y.pGTspojv, wo der zweite Theil dem Zusammenhänge ganz
fremd ist.
D Nachträglich ersehe ich aus Ellendtts Lexicon (s. v. ottoios), dass auch dieser
Gelehrte die Stelle richtig erklärt:. „07:010V erravra si secundum scholiaslen
coniunxeris, elegautior est sentenlia, sed aliquanto operosius. explenda: oöx gart
ßio; Totoöroc, otxtte STTCv.vi'jCt.iu.’ av tfravra 6-ocovoöv“.