Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 50. Band, (Jahrgang 1865)

718

K  v  i  c  a  1  a

'la[AY)vöv  hervorgerufeu  ward.  Der  Genetiv  uypwv  fiäSpwv  bildet  das
Attribut  des  Ismenos  „beim  Ismenos  mit  seinen  sanftgleitenden
Finthen“.  Allerdings  findet  sich  dieser  attributive  Genetiv,  der  die
Stelle  eines  attributiven  Adjectivs  vertritt,  gewöhnlich  bei  appellativen
  Substantiven  (vgl.  114  Aevxvjs  -yiovog  nripuyi  arsyxvög  und  die
von  den  Erklärern  zu  dieser  Stelle  angeführten  Beispiele);  aber
es  lässt  sieb  doch  auch  die  Verbindung  eines  solchen  Genetivs  mit
einem  Eigennamen  nachweisen.  Vgl.  Eur.  Iph.  T.  133  f.  yopruv  r‘
EuosvSpoJV  liaXkä.Eaa  Evp&nav.

V.  1156  f.
oüx  £a$'  otcoXov  aravr’  äv  dvSpwnov  ßiov
out  ccivsvaip.’  &v  oute  [XEp.ipai[xr/v  kote.
Die  Erörterung,  welche  Böcldi  (S.  210  f.)  dieser  Stelle  gewidmet ­
  hat,  kann  man  weder  in  negativer  noch  in  positiver  Hinsicht
billigen;  es  ist  nämlich  sowohl  die  Widerlegung  der  von  Böckh  bekämpften ­
  Erklärung  als  auch  seine  eigene  Erklärung  unrichtig.  Gegen
die  letzterei)  sprechen  so  gewichtige  und  sofort  in  die  Augen  fallende ­
  Gründe,  dass  eine  Widerlegung  derselben  unnöthig  ist;  auch
hat  unseres  Wissens  noch  niemand  diese  Erklärung  vollständig  aufgenommen. ­
  Nur  gegen  den  negativen  Theil  von  Bückh’s  Erörterung
wollen  wir  Einiges  bemerken  und  dabei  zugleich  unsere  Ansicht  entwickeln. ­
  Böckh  sagt:  „Sollte  hier  das  doppelte  oute  statt  des  doppelten ­
  rj  stehen,  so  müsste  es  einerlei  Verneinung  mit  dem  vorhergehenden ­
  ou  sein,  so  dass  dieselbe  Verneinung  nur  zur  Verstärkung  wiederholt ­
  wäre,  wie  wenn  man  sagte:  non  odi  ullum,  nec  bonum  nec
malum:  allein  da  zwischen  das  erste  oux  und  die  beiden  oute  das
relative  önoXov  getreten,  ist  dies  nicht  mehr  möglich  (!),  weil  das

1)  Sie  lautet:  „Sräg  ßio;  ist  das  bestehende  (?)  Glück,  und  hierauf  allein  bezieht
sich  aivsffCHß.’  av,  wenn  es  auch,  wie  ja  dergleichen  Hyperbata  häufig  sind,  vor
out’  ecfoeaeui*. 9  av  steht;  mit  Beachtung  des  kotz  aber  muss  der  Satz  so  gefasst
werden  :Es  gibt  kein  irgend  wie  beschaff  enes  Leben,  was  ich  nicht,
wenn  es  noch  glücklich  steht,  preisen,  und  nicht  wieder  einmal
als  unglücklich  tadeln  möchte;  oder  wenn  wir  die  Negationen  gegen
einander  aufheben:  Jedes  Leben  werde  ich  mir  loben,  wenn  es  gut
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.