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ergehen pflege, in denen sich Ähnliches ereignet, wie in Theben. Das
Verbum awrapdoGcvrai würde also in diesem Contexte dem in V. 1015
gebrauchten vggüv entsprechen.
Nur ein Bedenken würde auch hei dieser Versetzung nicht
behoben, nämlich jenes, welches in den Worten oewv Gnapayfxar'
liegt. Diese Ausdrucksweise können wir dem Sophokles nicht zumuthen
und mit Recht hat Meineke sie entschieden verworfen und die Forderung
gestellt, man solle beweisen, dass ögmv GKapaytxara etwas
Anderes bedeuten könne als so vieler Städte zerrissene
Stücke. Statt GKapd.yixa.rrx, das gewiss nicht an und für sich zerfetzte
Leichname bedeuten kann, würde man vsxpoü? GKapa-’/Jdivrag
oder etwas Ähnliches erwarten. Doch vielleicht sind die
Worte ggojv GKapdy/xar eorrupt, von welcher Voraussetzung auch
Seyflert ausgeht, ohne dass freilich seine Conjectur Sggjv rd Kpdyixar’
annehmbar genannt werden könnte.
Das Bedenken, welches Nauck in den Worten ssrii0-/ov ig nokrj
gefunden zu haben glaubt und durch die in den Text aufgenommene
Conjectur sutigö/gv ig nölov (zum heimatlichen Himmelsraum) <)
beseitigt wissen will , ist unbegründet. „'Eurosö^ov ig nihv, wie
bisher gelesen wurde, kann nach kügui nölsig nicht richtig sein:
'Die Städte, wo Vögel den Geruch des Aases in die Stadt schleppen’.
Dabei musste für eine unerweisbare Bedeutung fingirt
werden“. Nauck. Aber lortoü^ov ig ttöAjv nach näaai Kolmg ist
höchstens eine leichte Nachlässigkeit des Ausdrucks, die Nauek’s
Gefühl nur desshalb so sehr verletzt, weil er sie unrichtiger Weise
zu grell auflasst: denn er übertreibt offenbar, wenn er übersetzt
„die Städte, wo (!) Vögel den Geruch des Aases in die Stadt schleppen“.
Eine solche Nachlässigkeit wäre allerdings sehr stark; aber
Nauck hat übersehen, dass die Worte ig nohv nicht in so
*) Diese Conjectur wäre auch in dem Falle, wenn ItfrioO^ov ig ttoAiv eorrupt sein
sollte, offenbar unrichtig. Denn gewiss steht o’WTCtpöoJGS'jSca und (pspsiv avoctov
OGp'YjV in Wechselbeziehung; dieses ist die Ursache, jenes die Wirkung.
Dasjenige, was von der xvoaiog oap:/] erfüllt wird, cruvrapa<7<7erai; da nun die
Städte ffuvrapaffffovroet, so müssen auch sie es sein, in welche oloivdg epips
avcdiov oö|ji^v. — Aus Bonitz’s Beiträgen (S. 70) ersehe ich, dass Arndt die
Böckh 1 sehe Erklärung von eor. ig ttoXiv, die ich nicht billigen kann, gegen Schneidewin
und Nauck vertheidigt. Mir stand leider das betreffende Programm des Gymnasiums
zu Neubrandenburg (1834) nicht zu Gebote,