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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 50. Band, (Jahrgang 1865)

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ist  in  V.  1206  und  1302  keine  Rückbeziehung  auf  unsere  Stelle  zu
suchen,  und  der  Umstand,  dass  dort  y.wxupdcrwv  und  vMv.iiaa.aa.  stellt,
ist  vollkommen  gleichgültig.  —  In  Betreff  des  von  vMv.bii.aza  abhängigen ­
  obj.  Genetivs  vgl.  von  den  zahlreichen  Parallelstellen,  die  sich
heibringen  lassen,  z.  B.  Trach.  41  f.  nl-nv  sp.oi  nixpdg  molvag  abzoO
npoaßa'kM'j  dnoiyjcai.

V.  1080  ff.
iy^Spal  di  Kdaai  auvzapdaaovzai  nöhig
Satov  anapdy\j.az'  rj  v.bveg  v.a$Y)yiaav,
rj  vj  zig  Kzrjvög  oioovog,  fipoiv
dvoaiov  6ap.riv  iaziobyov  ig  näXiv.
Die  Annahme,  dass  Teiresias  in  diesen  Versen  den  Ausbruch  des
Epigonenkriegs  voraussagt,  ist  von  Bückli  evident  widerlegt  worden
und  gegenwärtig  glaubt  wohl  niemand  mehr  an  die  Möglichkeit  derselben. ­
  Eine  nothwendige  Consequenz  dieser  Annahme  wäre  die
unbedingte  Athetese  dieser  Verse;  denn  wenn  auch  die  Sage  berichtete, ­
  dass  die  feindlichen  Feldherren  überhaupt  unbestattet  liegen
blieben,  so  hätte  doch  Sophokles,  der  in  dieser  Tragödie  nirgends
auch  nur  die  geringste  Rücksicht  darauf  nimmt,  durchaus  nicht  in  so
abrupter  und  unvermittelter  Weise  hier  darauf  verfallen  können.  Es
ist  diese  Annahme  auch  aus  anderen  Gründen,  wie  Böckh  gezeigt  hat,
vollständig  unzulässig;  ja  man  muss  auch  in  dem  Falle,  wenn  man
diese  Verse  für  eine  Interpolation  erklärt,  es  für  unzweifelhaft  halten,
dass  der  Interpolator  nicht  eine  Anspielung  auf  den  Epigonenkrieg
dem  Teiresias  in  den  Mund  legen  wollte,  sondern  den  allgemeinen
Ausspruch,  dass  alle  Städte,  welche  den  Leichnam  eines  ihrer  Angehörigen ­
  unbestattet  lassen,  dem  Zorn  der  Götter  verfallen  und  in
Verwirrung  gerathen.
Meine  Ansicht  über  diese  Verse  ist  folgende:  1.  An  dieser
Stelle,  an  welcher  sie  die  handschriftliche  Überlieferung  darbietet,
sind  sie  gewiss  nicht  echt.  2.  Sie  rühren  vielleicht  überhaupt
nicht  von  Sophokles  her;  doch  will  ich  nicht  ganz  die  Möglichkeit  in
Abrede  stellen,  dass  sie,  wenn  man  annimmt,  sie  hätten  ursprünglich
an  einer  andern  Stelle,  nämlich  nach  V.  1022,  gestanden,  dennoch
echt  sein  könnten.
            
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