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Beiträge zur Kritik und Erklärung des Sophokles.
Von diesem Gesiehtspunct aus wird man nun sicher nichts Willkürliches
oder Zufälliges in der Erscheinung erblicken, dass die
Namen der Metalle im Griechischen sämmtlich Masculina sind (ypuffo?,
äpyjpog, cioTiüoq, pöXußdo?, yaly.ig, öpsiyalxog). Und von
dieser Regel sollte das natürliche Hellgold, das schon Homer kennt
(denn ohne Zweifel irrt Buttmann, wenn er den homerischen rjfoxrpog
für Bernstein hält), eine Ausnahme machen? Freilich lassen
uns die Stellen hei Homer und Hesiod das Geschlecht dieses Wortes
zufällig nicht erkennen; aber ich zweifle nicht, dass Od. d 73 yal/.oO
Tc OTtponriV ... ypvaoO r" tjAext^ou zs xat dpyvpov r,8' eXstpcxvzog und
Hes. Scut. 142 r,Aiy.zpu> •S’ (jTzoXcy.p.Ksg sv^v ypiiGtjb ts (paeivü Xap.7r0p.Evov
das in Rede stehende Metall nicht aus der Art schlägt und dass sein
Nom. auch 6 r,Ksxzpog lautet. Anders freilich verhält sich die Sache
mit Od. o 460 yjjuisov 6'ppov eyjuv \xszä d' ■h'Ksy.zpoiGiv sspzo und
ff 29S oppov ^päffEov rilt/.Tpoi.aiv sspp.£vov rtzkiov iag. liier kann man
allerdings den Nom. ra ijXsxzpa annehmen, da von einzelnen aus
dem Elektros verfertigten Schmuckstücken die Rede ist; und diese
können natürlich zä r^sy.zpa heissen, nicht ot -Qksy.zpoi, gerade wie
Goldstücke, Goldmünzen, Geldsachen ypoGta heissen (vgl. noch
äpyvpi/x, ya.lx.ia., aioopia). Es liegt somit gar kein Grund vor, an
unserer Stelle die Richtigkeit von röv rcpög Sapdewv riley.zpov zu
bezweifeln, wohl aber liegt ein wichtiger Grund vor, das Masculinum
hier gegen Nauck's willkürliche Änderung entschieden in Schutz zu
nehmen; und wenn spätere Schriftsteller das Hellgold mit 6 rilsxzpog
bezeichnen, so haben sie hierin den alten Sprachgebrauch und ein
Sprachgesetz bewahrt, das Nauck nicht in Anschlag brachte. Fügen
wir nach dieser Erörterung noch ein Wort zur Erklärung des Genus
>? r/lsy.zpog hinzu, das hei Arist. Equ. 631 £x.mnzovaüv zü>v -hlsxzpovj
vorliegt. Dass Bernsteinstückchen ai rilsy.zpoi heissen, wird niemand
auffallend linden, wenn er sich an das Gesetz erinnert, dass die
Namen edler Steine Feminina sind. Vgl. r) x.pvazaliog (opp. ö xpöazallog),
17 ap-dpaydog (freilich auch ö <jp.), ’h adtvpzipog, ri iaGiug,
■n ß-npullog, -f] pdyvng. Von r t HSrog sagen die Grammatiker, dass so
die edleren, zur feineren Bearbeitung geeigneten Steine, besonders
Edelsteine, genannt werden. In Betreff des Neutrum zö r/lsxzpoy ist
es schwer, eine sichere Erklärung aufzustellen; es gibt da mehrere
Möglichkeiten. Als Analogie ist zö aäpdtov (Plat. Phaed. 110 D) anzuführen.