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dass ausser Teiresias auch noch andere Leute (nicht gerade andere
Selier) von seinen Feinden gedungen worden seien? Konnte er nicht
den Verdacht haben, dass auch unter den Chorpersonen manche
wären, die sich von den mit Kreon’s Herrschaft Missvergnügten hätten
bestechen lassen ? Und wenn wir auch annehmen — was allerdings
auch ich für richtig halte — dass xepdcrfvsr' ipTzo^äze auf Teiresias
sammt seinem ganzen yivog (Zunft) zu beziehen sei, so folgt daraus
durchaus nicht, dass auch kavzsg und vp.lv. in derselben Weise aufgefasst
werden müsste, sondern es folgt daraus nur so viel, dass
Kreon in dem unmittelbar vorangehenden Satze von den Sehern als
von jenen Personen sprach, von denen er i^yipn6}.rizou xdx~z^opzi-Gzca
nälai.
Dass die Überlieferung äizpaxros nicht mit der unsinnigen Conjectur
änpazog, die Hartung freilich für eine „Besserung“ erklärt
und als solche aufnimmt, vertauscht werden darf, versteht sich von
seihst. Hartung käme wohl in Verlegenheit, wenn er den eigentlichen
und genauen Sinn von p.avzixfig änpazog angeben sollte; denn daraus
dass Hartung übersetzt: „selbst die Seherkunst bleibt nicht verschont“,
geht noch nicht hervor, dass er berechtigt war so zu übersetzen.
Der Grund, den Hartung gegen änpcr/.rog anführt („denn
üizpaxzog heisst nicht inten tatus, sondern unverrichtet“), ist sehr
seicht, und hätte Hartung ein wenig über diesen Punct nachgedacht,
er würde ohne Zweifel bei seinem anerkannten Scharfsinne die
Überzeugung von der Zulässigkeit der Bedeutung „intentatus“ gewonnen
haben. Sehr richtig gebraucht Schneidewin den Ausdruck
„unbearbeitet“, und sehr richtig bemerkt er „Kreon seihst npuaazzca
vno p«vr.“ In der That muss man, wenn man sich mit der oberflächlichen
Angabe, otidi pavuxrjg ä.npa.xzog vp.lv eipu stehe zufolge einer
Umkehrung für ovvi p.avzv/.ri änpcuzig lazi xaz' ip.ov nicht begnügt,
sondern eine wirkliche Erklärung gehen will, für änpaxzog an
unserer Stelle npuGGuv in der Bedeutung „bearbeiten, behandeln“
(nicht „arbeiten, handeln“) voraussetzen. Und diese Voraussetzung
ist vollkommen berechtigt. Liegt nicht der Phrase sv npdoGitv zivd
(die freilich viel seltener als sv tzoisiv ziva, so opäv ziva. vorkommt)
die Bedeutung „behandeln“ zu Grunde? <) Muss nicht aus der Be-1
) Ich weiss allerdings, dass manche Grammatiker anderer Ansicht sind, aber mit Unrecht.
Die Verba Trpä'Jdctv, rroiclv, fyav, £p*ya£ca£ae haben, wenn sie mit dem