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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 50. Band, (Jahrgang 1865)

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gehenden  sv  goi  fpovr,Gag  <);  denn  wer  sv  fpovsX  rivt,  der  ),syst
y.spöog  ccjtw.

V.  1033  ff.
c5  Tipi',-ßv :  KUVTSg  WC7TS  ro^ozai  GX.OKCV
roSsvsr  dvopdg  rovae,  xovfri  p.avrufjg
ci.Kpay.rog  vp.iv  sip.i  •  rdiv  o’  yivovg
igr l p.Kokr,u.ai  y.dy.K£<poprt.Gp.ai  nalcu.
Unstatthaft  ist  Seyflert's  Behauptung  (Jalirh.  f.  Phil.  18G3,
S.  500):  „Dass  an  unserer  Stelle  V.  1003  unter  Kdvrsg  nur  die
Seher  verstanden  werden  können,  zeigt  ja  ganz  unzweideutig  die  in
p.vtv  V.  1035  fortgesetzte  und  nur  auf  die  Seher  zu  deutende  Be-*)

  Ich  bemerke  dies  desslialb,  weil  Nauck  eu  (ßpovr)GOL<z  erklärt  „nach  reiflicher  Erwägung ­
  dessen  was  ich  spreche“,  und  diese  Erklärung  könnte  man  desslialb  für
die  richtige  zu  halten  sich  versucht  fühlen,  weil  Teiresias  den  Aorist  anwendet;
denn  in  der  Tliat  wäre  für  „wohlmeinend“  oder  „in  guter  Absicht“  sv  <ppov&v
der  natürliche  und  erwartete  Ausdruck.  Aber  während  die  Grammatik  für  Nauck
zu  sprechen  scheint,  spricht  der  Gedankenzusammenhang  offenbar  für  die  andere
Auffassung,  der  Jacob,  Ellendt,  Hartung*  u.  A.  folgen.  Denn  s0  Xe < yecv  hat  sicher
in  beiden  Sätzen  eine  und  dieselbe  Bedeutung,  woraus  man  zufolge  der  Beziehung,
in  welcher  beide  Sätze  zu  einander  stehen,  consequent  folgern  muss,  dass  auch
sv  gol  (ppoVYjGG.c  dem  xspdog  Xs*yoi  entspricht.  Ausserdem  unterstützt  auch  die
Stellung  von  (7oi 9  das  man  weder  mit  Xe*yoj  verbinden  noch  als  ethischen  Dativ
nehmen  kann,  diese  Erklärung.  Aber  wie  soll  man  bei  dieser  Auffassung  SV  (701
(ppO'JYjG(X.g  sprachlich  rechtfertigen?  Verbindet  man  sv  (ppovrjGCtg  eng  und  nimmt
man  sv  (ppovslv  in  der  Bedeutung  „Wohlwollen“,  so  zeigt  sich,  scheint  mir,  keine
befriedigende  Erklärung;  denn  „weil  ich  Wohlwollen  gegen  dich  fasste“
(opp.  sv  (ppovwv,  weil  ich  Wohlwollen  hege)  passt  nicht.  Bedenkt  man  aber,  dass
cppovslv  auch  als  Ausdruck  der  Gesinnung  öfter  die  andere  Bedeutung  des  Denkens,
Erwägens  erkennen  lässt  und  dass  es  zuweilen  gar  nicht  möglich  ist,  beide  Bedeutungen ­
  streng  zu  scheiden:  so  wird  man  wohl  nichts  einwenden,  wenn  ich  sage,
dass  auch  hier  cppovv]G<xg  die  vorangegangene  Erkenntniss  oder  Erwägung  bezeichnet, ­
  welche  durch  sv  gol  als  eine  dem  Kreon  erspriessliche  hingestellt  wird.
Also  sv  gol  =  otya^ov  goi  (ppovvjGctg,  in  welchem  Ausdrucke  die  hier
für  (ßpovsiv  angenommene  Bedeutung  klarer  hervorträte.  (Die  Conjectur  sv  gol,
tppovrjGov,  sv  Xeqfw,  wobei  das  zweite  sv  eine  nachdrückliche  Wiederholung  des
ersten  wäre,  ist  überflüssig;  sie  fiel  mir  ein,  bevor  ich  zu  jener  Erklärung,  die
ich  für  richtig  halte,  gelangt  war.)
            
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