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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 50. Band, (Jahrgang 1865)

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K  v  i  c  a  1  a

gegen  ist  die  Bedeutung  näg  unwahrscheinlich  Audi  spricht  die
Erzählung  des  Teiresias  nicht  zu  Gunsten  dieser  Auffassung,  sondern
offenbar  gegen  dieselbe.  Teiresias  berichtet  das  Ereigniss,  das  sich
bei  einem  Altar  zugetragen  hat.  Wollte  man  nun  sagen,  dass  der
Selier  wusste,  er  würde  hei  den  anderen  Altären  dieselbe  Erfahrung
gemacht  haben  oder  dass  er  von  ähnlichen  Vorgängen  hei  anderen
Altären  geradezu  gehört  haben  konnte,  so  ist  dies  allerdings  zuzugehen ­
  ,  zugleich  aber  muss  man  behaupten,  dass  er  dies  bereits
früher  angedeutet  haben  würde.  So  aber,  wie  Teiresias’  Worte  lauten, ­
  wäre  diese  plötzliche  Ausdehnung  der  bezüglich  eines  Altars
gewonnenen  Überzeugung  von  der  Verunreinigung  desselben  auf
alle  Altäre  in  hohem  Grade  auffallend.
Die  neueste,  von  Nauck  aufgestellte,  Erklärung  „Kxvzslsig
zrAr,pstg  —  ßco/xoi  n&vzzg  zs^iwg  rcl'hpeig“  leidet  an  einem  ähnlichen
Fehler,  wie  Dindorfs  Auffassung.  Es  ist  unmöglich,  diese  zwei  Bedeutungen ­
  in  dem  Worte  nmrsAsig  zu  vereinigen  und  zu  der  Erklärung ­
  „alle  Altäre  sind  voll  vom  Frass  der  Hunde,  und  jeder  von  diesen ­
  Altären  ist  ganz  und  gar  voll“  zu  gelangen.  —  Dagegen  wäre
die  Erklärung  des  Schob  r,  okcu  sprachlich  allerdings  möglich.  Nichtsdestoweniger ­
  ist  sie  nicht  wahrscheinlich,  einmal  schon  wegen  der
unstatthaften  Hyperbel  und  zweitens,  weil  bei  dieser  Auffassung  die
Verbindung  navzslsig  nl-hpstg  widerwärtig  wäre;  denn  da  in  diesem
Falle  navrslsTg  eng  und  innig  mit  rclr,psig  Zusammenhängen  würde,
so  würde  die  Kakophonie  in  dem  Gleichklang  der  Endungen  recht
fühlbar  werden;  die  Kakophonie  wird  dagegen  sehr  gemildert  und
erträglich  gemacht,  wenn  nxvzdXstg  zum  Subjecte  gehört  und  mit
dem  Prädicate  nüpeig  nichts  unmittelbar  zu  schaffen  hat.
Diesen  Ansichten  gegenüber  stehen  die  folgenden,  welche  tlieils
die  richtige  Auffassung,  tlieils  wenigstens  eine  Annäherung  an  die
richtige  Auffassung  enthalten.  Schob  cci  zä  zslax  rüv  kpduv  otyo-[xvvar
  .  .  .  ri  oi’  cov  Trebra  zsluoüzof..  Triklinios:  ?/  npög  zö  nav-4

 )  Mau  dürfte  sich  nicht  darauf  berufen,  dass  die  Bedeutungen  „all“  und  „ganz“  auch
in  Trac,  im  lat.  omnis  neben  einander  Vorkommen,  dass  somit  neben  der  nachweisbaren ­
  Bedeutung  „ganz“  bei  7ravTeX^?  auch  die  Bedeutung  „all“  angenommen
werden  könne.  Von  der  Bedeutung  „all“  zu  „ganz“  bildet  ein  leichter  und  nachweisbarer ­
  Übergang  Statt,  nicht  so  umgekehrt!
            
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