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K v i c a 1 a
"Affv)[).ov ist eigentlich „Mas kein Zeichen hat, was kein Zeichen
darbietet“ oder, da Gfip.x das Erkennungsmittel ist, „Mas sich nicht
erkennen, nicht deuten lässt“. Hält jemand an dieser Bedeutung zäh
fest, so könnte er freilich x.Gr,p.x Spyix hier sonderbar finden; denn
dies Opfer bot ja doch ein G-np.x dar, nämlich ein schlechtes. Aber
worin bestand denn dieses schlechte Zeichen? Darin eben, dass die
Götter das gewohnte und gewünschte Zeichen versagten. Das gute
Zeichen (günstiger Brand), das der Opfernde wünscht, ist das Zeichen
y.xt' i£oy/jv : und somit kann daiip.og sehr gut als Gegensatz von
eö(j7jp.os gedacht werden. ”Aarifix opyia ist also ein Opfer, welches
das Zeichen (d. i. das gewünschte, das günstige Zeichen) nicht
darbietet >).
Die Verbindung ij.avTsup.xrx öpyi.ojv ist nicht auffallend, sondern
gar sehr berechtigt. Das Opfer (op7ta) ist ja dasjenige, was als
Mittel zur Erforschung des Götterwillens, zur Weissagung (p.ävrevp.a')
gebraucht wird. Also p.xvrsOp.xra öpyioiv sind Weissagungen,
die aus dem Opfer geschöpft werden. Was nun den Ausdruck (p3ivovra
p.xvrsOpxrx betrifft, so konnte dieser mit demselben Rechte
gebraucht werden, nie «fff/gwv cpyioiv; (pSivovr a p.avrsOp.arx
steht und fällt mit xG-np.u>v öpyion. Da das Opfer xorpj.x. Mar, d. i.
nicht das gewünschte Zeichen, aus welchem die Huld der Götter
hätte ersehen werden können, darbot, da ferner das ar,p.a (günstiger
Brand) die Grundlage des p.dvrsvp.x bildet, so kann natürlich sehr
gut von fSivovra p.avrsOp.arx gesprochen werden. Natürlich ist
auch dieser Ausdruck in entsprechendem Sinne und von demselben
Standpuncte aus aufzufassen, wie dar l p.< J )v öpyjwv. Teiresias wollte
erfahren (spavTsOsro), ob die Götter gnädig gewogen seien. Dies
lj.dvrsup.x, dass die Götter der Stadt gewogen seien, hätte dann
stattgefunden, wenn die Götter das Opfer angenommen hätten, wenn
also, M as damit zusammenhängt, als Zeichen ihrer Huld ein günstiges
*) In ähnlicher Weise sind ja überhaupt alle jene mit a priv. zusammengesetzten
Adjectiva zu erklären, in denen, wie man sagt, das a priv. = dug ist. Auf welche
Weise sind Adjectiva, wie aTTorfzog, ä[j.[j.opQc, a[J.oipog (Plat. Legg. IX, 878 B)
zu der Bedeutung „unglücklich“ gelangt, während sie eig. „ohne Loos“ bedeuten,
also voces mediae sind? Nur dadurch, dass man dabei das Loos xar’ das
gute Loos, im Sinne hatte. ”A-ot[xq<z ist also „wer des (guten) Looses nicht
theilhaftig ist“.