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K v { c a I a
etwas Erfreuliches prophezeien werde, das einer Belohnung werlli
sei'). Danim erwiedert Teiresias mit bitterem Hohne : So meinst du
wirklich, dass ich das jetzt tliun werde in Bezug auf dich? ! Er
deutet damit an, dass er sich einen schlechten Dank verdienen werde
mit demjenigen, was er zu offenbaren im Begriff ist. Der Scholiast
hatte die Worte richtig verstanden“. Hartung’s Auffassung des Verses
1061 ist ganz unmöglich. Sonst stimmt seine Bemerkung mit Böckh's
Erklärung überein, ist also bereits widerlegt.
Von den angeführten Erklärungen unterscheidet sieh vortheilhaft
die von Jacob aufgestellte. Jacob fasst zunächst ganz richtig
Kreon’s Worte auf: „Kreon sagt, Tiresias solle reden, nur nicht um
Gewinn, nämlich von den Bürgern, die ihn sollten bestochen haben“;
richtig nimmt er des Teiresias Erwiederung als Aussagesatz, erklärt
eben so richtig outw „so wie du es verlangst, oux sxi xipdeatv ),sycov,
nicht um Gewinn redend“. Trotzdem ist es ihm nicht gelungen, die
Stelle vollständig richtig zu erklären, indem er fortfährt: „Wie
aber Kreon Gewinn von den Bürgern gemeint hat, so fügt Tiresias
bitter zu seiner Beistimmung hinzu: rö oöv (xioog: nicht um Gewinn,
den du mir etwa zahlen möchtest, weil meine Verkündigungen für
dich erfreulich wären“. Nach Jacob übersetzt auch Sehneidewin
„kommt es mir doch auch bereits so vor, als werde ich, was dich
anlangt, nicht zum Gewinn sprechen“ und erklärt „meine weiteren
Eröffnungen werden allerdings nicht mehr, wenn ich dich in’s Auge
fasse, ixi y.iposaiv gesprochen werden, da ich nicht hoffen darf, hei
dir durchzudringen und von dir Dank für meine schlimmen Verkündigungen
zu erndten“. Nauck hat Schneidewin’s Bemerkung nur insofern
geändert, dass er die Worte „hei dir durchzudringen und“
wegliess.
Diese Erklärung Jacob’s und Schneidewin’s kann, obzwar sie
sich, wie gesagt, von den Erklärungen der genannten Gelehrten vortheilhaft
unterscheidet, doch nicht ganz befriedigen. Waren denn die
l) Hartung begeht hier einen unbegreiflichen Fehler. Wie kann inan annehmen, dass
Kreon diese Voraussetzung hätte machen können, da doch in Teiresias’ Worten
opGZig p.e raxtvvjra (ppciccu eine Drohung liegt, die auch Kreon zu erkennen gar
nicht umhin konnte; erkennen musste er sie, weil er soeben den Seher
beschimpfte (raotxsiv ^tXwv). Da sich opaeig unmittelbar auf diese Beschimpfung
bezieht, so hätte Sophokles den Kreon als einen unglaublich einfältigen Menschen
hingestellt, wenn er die Worte des Sehers so verstanden hätte, wie Hartung meint