Beitrüge zur Kritik und Erklärung' des Sophokles.
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müssen: oürw yäp xat vvv (auch jetzt, wo ich doch im Begriffe
stelle, dir alsbald Böses zu verkünden) ooxöi ; wozu HEeiv (nicht /.iysiv)
ergänzt werden müsste, während doch Böckh in der Übersetzung
liyi’.v ergänzt. Ausserdem musste Böckh Kreon's ini xlpdzaiv in dem
Sinne „um von mir Gewinn zu erlangen“ nehmen; aber das nachträgliche
gewichtige t6 am p.ipog zeigt gewiss an, dass Teiresias
Kreon’s Worten ini xipftsaiv einen andern Sinn leiht.
Gegen Hermann's Auffassung „ita sane me iam puto tacere, nt
lucri eaussa illa dicam, non tarnen mei, sed tui. Id est zö am p.ipo$“
Hessen sich mehrere Gründe zur Widerlegung Vorbringen. Es genügt,
was Böckh bemerkt: „Tilgt man das Fragezeichen, so bedeutet oürw
so viel als ovx ini xipftsoiv, und es kann folglich nicht übersetzt
werden“ (folgt Hermann's Übersetzung). Ich füge nur hinzu, warum,
wenn man den Vers als Aussagesatz befrachtet (wie er wirklich als
solcher zu betrachten ist), outco nicht — ini xspdsaiv, sondern = ovx
ini xipStaiv aufgefasst werden muss. Dazu zwingt uns nämlich vjoY;
x a i. Denn da xat die Übereinstimmung zwischen Kreon’s Forderung
und Teiresias" Äusserung bezeichnet, eine Übereinstimmung aber
nur stattfindet, wenn outw der Forderung Kreon’s p.ii ’~i xipfeaiv
X&ymv entspricht d. i. wenn oötoj — oüx ini xipoeaiv ist: so muss ourw
in diesem Sinne aufgefasst werden. Hermann hat offenbar die Geltung
des xai übersehen. Er hat aber auch v/dv? nicht gehörig beachtet.
Denn wenn Teiresias sagen würde „lucri tui causa loquor“, was soll
man mit vjfoj beginnen? Hat denn Teiresias nicht bereits früher, hat
er nicht von seinem Auftreten an „lucri Creontis causa“ gesprochen?
Folglich musste er auch schon früher doxitv, dass er „lucri Creontis
causa“ spreche; und somit ist YjSri unzulässig.
Wex hat auf Grundlage von Hermann’s Erklärung eine Deutung
versucht, die eben desshalb, weil sie auf Hermann’s Erklärung sich
stützt, nicht zulässig ist, aber auch ausserdem an Unwahrscheinlichkeit
ihres Gleichen sucht. „Hoc dicit: vereris tu, ne lucri eaussa loquar;
atque sane ipse mihi videor lucri eaussa loqui, at — hierum istud erit
tuum. Lucrum enim dicit vaticinium calamitatum, tcöv cixivv;rcov,
änopprizwv, quae aperire ante minitatus erat, et nunc infausto
omine et terrifico ore vaticinari parat.“ Eine Widerlegung dieser
Ansicht ist nicht nöthig.
Hartung sagt: „Wenn Kreon den Seher warnt, dass er nicht
gewinnsüchtig reden solle, so scheint er vorauszusetzen, dass er ihm
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