Beiträge zur Kritik und Erklärung des Sophokles.
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Weisung auf räxivvjr« liegt, gibt er zu verstehen, dass ihm die Enthüllungen
sehr gleichgiltig sein und keinen Einfluss auf seinen feststehenden
Entschluss ausüben werden; dabei ertheilt er ihm zugleich
mit Bitterkeit den guten Rath, er möge doch bei diesen Enthüllungen
seine Gewinnsucht bei Seite lassen. Bitter ist dieser Rath, weil damit
Teiresias als ein Mensch gekennzeichnet wird, der gar nicht den
Mund öffnen kann, ohne an xipov zu denken. Kreon glaubt, dass
auch diese furchtbaren Enthüllungen, die Teiresias anscheinend
ungern und nur, weil er von Kreon beschimpft und gereizt worden
ist (durch die Worte räoixsTv yiiltöv), vorzubringen sich anschickt
(man beachte opcug p.s und räxtvrjTa), als letzter Trumpf nur desshalb
vorgebracht werden sollen, damit sich Teiresias den Lohn
sichere, den ihm jene, welche ihn gedungen, versprochen hätten.
Und so liegt denn in den Worten Kreon's, die ich einen „guten
Rath“ genannt habe, gewiss auch die Andeutung, dass er diese Enthüllungen
für Lügen halten werde, und dass er nicht gesonnen sei,
sich durch dieselben täuschen und umstimmen zu lassen und dadurch
selbst seinerseits dem Teiresias zurErlangungderxepdrj behilflich zu sein.
Teiresias nun acceptirt ironisch die Worte Kreon's; ironisch,
sage ich, denn während Kreon unter ini xipdsaiv natürlich ini aolg
xipösaiv versteht, lautet die Erwiederung des Teiresias so, als ob er
unter Kreon's Worten ini xipöeaiv verstanden hätte en sp.olg xipdöaiv,
als hätte also Kreon den Seher aufgefordert, er solle sich nicht
Mühe geben, ihm nützen zu wollen. Und weil nun die blossen
Worte outoj -yap vov xai öoxü> diese Ironie der Bestätigung, welche
Teiresias den Worten Kreon's zu Theil werden lässt, nicht klar hervortreten
lassen würden, so wird rö <jöv [xipog als Correction der Worte
Kreon’s hinzugefügt. Teiresias erkennt Kreon’s ixv 'ni xipöioiv als
richtig an, mit dem Vorbehalt jedoch, dass diese Worte auf Kreon
bezogen würden. Seine Erwiederung hat also den Sinn : r/ov xai
vop.i'£w oörw, ovjXovöri oöx ini xipoeai, rö pisvroi uöv p.ipog,
roör’ ian, ovx ini oolg xipönoi. Teiresias sagt dies, weil er jetzt
schon die Überzeugung gewonnen hat, dass Kreon bei seiner Halsstarrigkeit
und Verblendung aus den Enthüllungen des Teiresias nicht
xsprjY) schöpfen werde, während er früher hoffte, Kreon könne von
dem Beharren auf seinen verderblichen Massregeln ab- und auf den
heilsamen Weg hingeleitet werden. Dieser Gegensatz zwischen der
jetzigen Ansicht und der früheren Hoffnung wird durch nov bezeichnet.