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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 50. Band, (Jahrgang 1865)

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K  v  i  c  a  1  a

roy  Aipefev  (Eur.  Or.  1077)  gesagt  worden  ist.  Es  konnte  um  so  eher
ein  Sammelplatz  der  Vögel  ein  /Upjv  der  Vögel  genannt  werden,  da
ja  auch  die  derselben  Sphäre  angehörige  Metapher  Ipiacsiv  vom  Vögelflug ­
  beliebt  war;  vgl.  Aesch.  Ag.  K2  ffrspyywv  ip£Tp.olaiv  spsaaop-svot
(cdyvKioi).  Eur.  Ion.  161  oos  ~pog  .S-ypiAö'S  äAAoj  spiaosL  xvxvog.
Übrigens  hätte  nicht  übersehen  werden  sollen,  dass  auch  die  Fassung
unserer  Stelle  der  Annahme,  Atp.r;v  sei  ein  ähnlicher  technischer
Ausdruck  wietemplum,  nicht  günstig  ist.  Sophokles  sagt  ja  nicht
sig  y<zp  araAatöv  Mp-iva  (oiwvwv)’  t£cov.  sondern  er  bezeichnet  den
Vogelschauplatz  mit  Säxov  öpviSooxoKov,  und  gebraucht  dann  erst
in  dem  zur  näheren  Erläuterung  hinzugefugten  Relativsatze  das  Wort
At/jwjv.
V.  1010  f.
xcd  xccrappusig
p.Yjpoi  y.cc'AvTvrrjg  klgixeivzo  Kip.sXr/g.
Der  Sinn  dieser  Worte  ist  ohne  Zweifel  der,  dass  die  Hüftbeine
dadurch,  dass  das  um  sie  gewickelte  Fett  zerschmolz  und  herabfloss,
blossgelegt  wurden.  Falsch  ist  Musgrave’s  Erklärung  „ossa  femorum
defluentia  (vel  ex  cumulo  sc.  vel  in  humum  lortasse  ex  ara)  extra
adipis  tegumentum  iacebant“.  Demnach  hätte  xarappviig,  sollte  man
meinen,  als  Epitheton  der  mp-z/A  heigelegt  werden  sollen,  da  die
Ki.p.i/Sn  y.arsppvri  und  nicht  /x/ipoi  xa.TsppOriascv.  Daraus  darf  aber  nicht
sofort  gefolgert  werden,  dass  man  zu  schreiben  habe  xarxppuovg,
sondern  bevor  man  zu  einer  Conjectur  greift,  muss  man  erst  Zusehen,
oh  die  Exegese  keine  befriedigende  Erklärung  zu  bieten  vermag.
Die  Erklärung  Röckh's  nun,  welche  Schneidewin-Nauek  annehmen, ­
  kann  allerdings  nicht  eine  befriedigende,  ja  nicht  einmal  eine
zulässige  genannt  werden.  Böekh  sagt:  „Dasjenige,  wovon  oder  woran
oder  woraus  etwas  fliesst,  wird  nach  antikem  Sprachgebrauch  selber
fliessend  genannt:  Wie  culter  manat  eruore;  plenus  rimarum
sum,  hac  et  illac  perfluo  (Ter.  Eun.  1,  2,  25,  nach  der  richtigen
Lesart);  eben  dahin  gehören  auch  die  Ausdrücke  vom  Regnen,  coenaculum
  perpluit,  tigna  perpluunt;  ferner  npöoomov  iopum  ps6p.zvov  u.
dergl.“  Schneidewin  fügt  diesen  Beispielen  noch  das  homerische  pesv
aipa-i  yaJ.u  hinzu.  Diese  Erklärung  kann  man  durchaus  nicht  gelten
lassen.  Zuvörderst  ist  zu  bemerken,  dass  in  Bezug  auf  den  von  ßöckh
            
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