Beiträge zur Kritik und Erklärung des Sophokles.
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Nauckius quoque sensit, verba tpOxi Si «rot, xam'yvvjrov y.d.p<y. v. 899.
ita sunt dicta ut in toto theatro ne unum quidem hominem fuisse putem
quin de Polynice dicta acciperet, de quo Antigona similiter dixerat
v. 73. tpilrj fisr’ tzöroO y.si<5op.ou filov plra. et quem per totam hanc
fabulamitaunice curat utEteoclis nullam usquam mentioirem faciat nisi
duobus in locis ubi necessario de eo dicendum erat .... Interpolator
vero additis versibus 900.—903. effecit ut ex tertio demum post
verba y.aaiyvnrov y.dpa versu, ubi Polynices compellatur, priora illa
de Eteocle dicta esse intelligatur.“ Dindorf.
Dass y.aai-/vr,Tov y.d/.oa. wenn die Überlieferung bis V. 903 für
echt gehalten wird, aufEteokles bezogen werden muss, ist klar. Nun
hatte Nauck, von der Voraussetzung ausgehend, dass die Bestattung
des Eteokles mit Beginn des Dramas als noch nicht stattgefunden
gedacht wird, auch diese Stelle so gestalten wollen, dass sie nicht im
Widerspruche zu seiner Voraussetzung stünde *). Aber diese Voraussetzung
hat Ullrich (Über die relig. u. sittl. Bed. d. Ant. u. s. w.
S. 31 ff.) gründlich widerlegt 2 ). Nauck hatte durch seine Gestaltung
des Textes eine neue Schwierigkeit geschaffen. Wenn nämlich y.aaiyvrjrov
Y.apa. auf Polyneikes zu beziehen ist, so ist die Behauptung
Sav6vT<xg cojToyjip öp.äg (alsoauch Polyneikes) iyelj s 1 ouaa ydy.oa-[j.ri
ga y.dxirvp.ßiGvg yodg iftwxa unwahr; Antigone konnte mit
Bezug auf Polyneikes nichts weiter sagen, als dass sie seinen Leichnam
mit einer Stanbschichte bedeckte und yo&s (aber nicht i7iiTvp.ßiavg
yoäc) ioor/.ij vom Xoüstv und xoap.slv konnte keine Rede sein.
Dindorf nun wollte ein radicales Heilmittel anweilden, indem er
die Interpolation schon mit V. 900 beginnen liess. Warum? Weil
kein Mensch xasiyw/rov y.dpcc auf Eteokles hätte beziehen können,
auf den es doch bezogen werden muss, und weil man erst im V. 902
durch die Anrede floMvstxe? erfahre, dass früher von Eteokles die
') Desslialb hatte er vermuthet, es sei nach ’/'jäc edoixa gleich Txvr' kp.ct.preevsiv
zu schreiben und im V. 916 zu ändern xaivöv a r /et [J.e övj Kpecov ourw
Xaßuv, wobei dann allerdings xaffr/vvjrov xapa auf Polyneikes bezogen werden
kann. In der 6. Auflage bat er diese Ansicht, indem er Lehrs* Ansicht beipflichtet,
aufgegeben.
2 ) Man kann ausser den von Ullrich angeführten Gründen auch auf V. 614 und 616
verweisen, wo oflenbar auf die von Seiten der Ant. statt.gefundene Betheiligung an
der Bestattung des Eteokles angenplelt wird.