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K v i' c a I a
gemeinte Milde finden. Indem Antigone dem Kreon wünscht pm
kIvm mxu xdSoisv, wünscht sie durchaus nicht, er möge pst'w y.av.d
erdulden, sondern eben auch iaa; die Milde der Ausdrucksweise ist
eine sarkastische, keine aufrichtige; sie wünscht ihm p.rj n-Astw y.ay.ä
näSoi, weil sie weiss, dass er auch schon an den xcczä, die er über
sie verhängte, genug und übergenug zu tragen haben würde, wesshalb
sie eine Steigerung derselben nicht zu wünschen braucht. Dass /xri
TT/Uiw = laa sein kann, sollte doch Niemand bezweifeln. Es kann ja
i’aa auf doppelte Weise negativ ausgedrückt werden, entweder durch
o-j p.£tw oder durch ov rtlüw, wie sowohl non minus-quam als
auch non magis-quam dasselbe Resultat, nämlich den Sinn aeque
ac bietet. Die Schriftsteller wählen bald die eine, bald die andere
Wendung, je nachdem die eine oder andere dem Context angemessener
erscheint. Übrigens kann man, um die Grundlosigkeit der
Verdächtigung von jzIzIm evident zu constatiren, als Parallele z. B.
Trach. 819 f. anführen, wo Hyllos seiner Mutter wünscht rr/v dz
repipiv r,v To’jjj.ü oidojai nurpi, rrjvd’ avrv/ Aaßai, eine Stelle, die trotz
ihrer Unähnlichkeit dennoch unserer Stelle in sofern ähnlich ist, als
die Anwendung des Ausdruckes rdpipig auf demselben Princip (Ironie)
beruht, wie hier /xri itXsioj y.ay.d.
Man sieht also, wie nichtig die Argumente sind, die man anführt,
um zu beweisen, dass die Interpolation über V. 912 hinausreiche.
Die Annahme einer bis 920 oder gar bis 928 reichenden Interpolation
stellt sich auch als ganz unwahrscheinlich dar, wenn man Folgendes
hedenkt. ln den acht Versen 90o—912 hat der Interpolator Absurdes
undUnzulässiges in wahrhaft kolossaler Weise aufgehäuft. Und derselbe
Interpolator (denn man würde doch wohl nicht zwei oder noch mehr
Interpolatoren annehmen wollen, die ihr Scherflein hätten beitragen
sollen) sollte sechzehn Verse haben schmieden können, gegen
die sich kein gegründetes Bedenken Vorbringen lässt, die im Gegentheil
gar manches Schöne und Treffende enthalten?
Doch wenden wir uns jetzt zur Betrachtung der Verse, welche
diesseits des Verses 90ö, mit dem erst unserer festen Überzeugung
zufolge die Interpolation beginnt, liegen. Über V. 904 ist bereits oben
gesprochen worden. Welches Argument wird angeführt, um die Unechtheit
von 900— : 903 zu beweisen? „Nauckius post verba yoäg
edwza V. 902. pergi voluit raör’ £Ög£’ ä/xapTävsiv (V. 914.), rectius
facturus si versus quattuor 900.—904. totos sustulisset. Nam, quod