Beiträge zur Kritik und Erklärung des Sophokles.
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Verses ein, dass gerade die Bezeichnung des wesentlichen Moments,
dass das unbestreitbare ri[xrj<jou mit Fug und Recht geschehen
war, vermisst wird. Dies Bedenken sucht man theils auf exegetischem,
theils auf kritischem Wege zu beheben.
aj Manche verbinden su mit £npja«. Gefällig ist die Ausdrucksweise
dann allerdings nicht, aber ihre Möglichkeit will ich durchaus
nicht läugnen. Denn da ypovsXv an und für sich „Verstand haben“
bedeuten kann, so waren, könnte man sagen, die Zuhörer gezwungen
eu auf sri-ixrjna zu beziehen, weil der Gedanke sonst (bei der Verbindung
von eu mit roXg fpovovalv) unpassend gewesen wäre. Beispiele
für eine solche ungewöhnliche Stellung von su (und von Adverbien
überhaupt) finden sich ja auch sonst. Obendrein könnte man einen
ganz plausibeln Grund angeben, der den Dichter hier zu dieser
ungewöhnlichen Wortstellung veranlasste. Antigone wollte, so könnte
man sagen, eigentlich die Äusserung tun nairci a’ syw sripiacc eu ;
da sie sich aber besinnt, dass nicht alle Menschen so über ihre That
urtheilen, so wird, bevor das entscheidende su gesetzt wird, roXg
(ppovovaiv als Res ’iction der Behauptung vorausgeschickt. Allerdings
wäre da bezeichnender und passender roXg ypovovai y' su, aber unumgänglich
nothwendig wäre ys nicht.
b) Arndt schlug vor xacroi as y’ su ’zl.p-r/aa zoXg (ppovovaiv su
und führte Beispiele für die Wiederholung von su in einem und demselben
Satze an. Nauck bemerkt gegen diese Conjectur: „Mit Arndt’s
Emendation wird ein Ubelstand gehoben, dafür aber eine frostige
Pointe und ein unpassendes ys hervorgerufen“. Warum diese Pointe
frostig sein so'lte, begreife ich nicht; auch das zweite Bedenken
scheint mir nicht gegründet. Arndt’s Verteidigung dieser Partikel
„habes denique, quod in vulgata non expressum est, exprimi autem
paene est necessarium, Opposition per ys particulam coniugi et liberis
frairem. Hoc enim dicit Antigone: te quidem fratrem recte honorari,
liberos autem aut coniugem si eodem prosecuta essem honore, minus
recte fecissem“ ist allerdings misslungen, da sie auf der Voraussetzung
der Echtheit der folgenden Verse fusst. Aber Arndt hätte auch von
Jacob’s richtigem Standpuncte ys verteidigen können, wenn er gesagt
hätte, die Partikel ys veranlasse den Leser hei as y' an einen
Gegensatz zu denken, der nicht ausdrücklich angegeben zu werden
braucht, sondern hinzugedacht werden kann: „Dich wahrlich habe
ich mit Recht geehrt; wenn ich einen anderen gegen das Verbot