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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 50. Band, (Jahrgang 1865)

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K  v  i  c  a  1  a

alles,  was  die  Überlieferung  bietet,  für  echt  und  unantastbar  gehalten
werden  i)-Schneidewin
  stimmte  Jacob  vollständig  bei  und  wollte  nach
Tilgung  von  903—913  die  Verbindung  zwischen  904  und  914  dadurch ­
  hergestellt  wissen,  dass  er  im  V.  914  Kpsovri  pivroi
xrA.  oder  p.6vw  Kpsovri  ravr’  xt'a.  vorschlug.  —  Nauck  (4.  Aull.)
vermuthete,  dass  satt  901—916  zu  schreiben  sein  dürfte:
IXoUff«  xd.x6ap.riGa.  xdniTVp.ß'irjVt;
y^oäg  sdcoxa.  ravr’  sdo£’  dpapravsiv
xat  rjetvä  roAp.äv,  cL  xaaiyvr/rov  xdpa.
xcd  vvv  dysi  ps  d  r)  K  psojv  gCtoj  Aaßwv  xrÄ.
In  der  3.  Auflage  folgt  Nauck  der  von  Lehrs  ausgesprochenen
Ansicht,  nach  welcher  V.  904—920  für  unecht  zu  halten  wären.
Dass  durch  diese  Athetese  ein  vollkommen  zweckmässiger  Anschluss
und  Zusammenhang  bewirkt  würde,  ist  nicht  zu  läugnen;  nichts
destoweniger  ist  sie  ein  unwahrscheinlicher  Versuch,  weil  gegen  die
anderen  Verse,  die  in  Mitleidenschau  gezogen  werden  sollen,  kein
gegründetes  Bedenken  vorliegt.  Am  weitesten  geht  in  der  Reduction
  der  handschriftlich  überlieferten  Verse  Dindorf,  indem  er  die
ganze  Partie  900—928  für  interpolirt  erklärt  „Quamobrem  non  dubitandum
  quin  longa  baec  declamatio  V.  900—928  paucioribus  quibusdam
quos  Sophocles  posuerat  versibus  ab  vetere  interpolatore  substituta
sit,  sive  is  Iophon,  Sophoclis  filius,  fuit,  sive,  quod  multo  verisimilius
mihi  videtur,  unus  ex  eo  genere  poetarum,  quos  Aristophanes  in  Ranis
v.  90.  descripsit“.-Dass  Dindorf  über  Gebühr  unbarmherzig  gegen
die  Überlieferung  verfahren  ist  und  sie  unberechtigter  Weise  verstümmelt ­
  hat,  will  ich  hier  nicht  ex  professo  beweisen,  es  wird  aber
aus  der  folgenden  Darstellung  sich  von  selbst  zur  Genüge  ergeben.
Meiner  Ansicht  nach  sind  nur  acht  Verse,  nämlich  903—912
unecht  und  zwischen  V.  904  xai.Tot  a'  syth  ’rip.riaa.  roXg  ypovoüaiv
sv  und  V.  913  f.  Toi&ds  [xsvroi  a’  'sxnpOTifx-naaG'  iyd>  vöpiw  Kpivvri
raür’  sdof’  äp.apräv£tv  ist  ein  entsprechender  Zusammenhang.  Bevor
ich  diesen  nachweise,  scheint  es  nothwendig,  V.  904  einer  Besprechung ­
  zu  unterziehen.  Man  wendet  gegen  die  Überlieferung  dieses

Übrigens  halte  ich  es  für  möglich  (s.  die  unten  unter  c  folgende  Bemerkung),
dass  Sophokles  an  V.  904,  wie  er  überliefert  ist,  V.  913  angeschlossen  hat.
            
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