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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 50. Band, (Jahrgang 1865)

Beiträge  zur  Kritik  und  Erklärung  des  Sophokles.

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xsvSog  vexutuv  für  einen  mit  nerpü)Srjg  xartüpuf  (774),  Epp.a  rupißoy_o)GTOv
  (848),  xarripeyris  rv/xßog  (885  f.),  ^avovrwv  xaratTxayai
(920),  u.  a.  synonymen  Ausdruck  und  verstehen  darunter  einen
Sriaavpog,  welcher  dem  Labdakidengeschlechte  als  Begräbnissort
diente.  Aber  was  soll  das  Pronomen  röiJ’?Der  Chor  befindet  sich
nicht  in  der  Nähe  der  Gruft,  so  dass  man  nicht  sagen  kann,  es  werde
töS'  von  einer  entsprechenden  Handbewegung  begleitet.  Eben  so
wenig  geht  in  den  Worten  der  Antigone  (orp.  a),  auf  die  sich  doch
die  Äusserung  des  Chors  als  eine  Modification  bezieht,  etwas  voraus,
worauf  durch  röd'  (in  der  Geltung,  die  gewöhnlich  ovrog  hat)  zurückgewiesen ­
  werden  könnte.  Eben  so  unerklärlich  wäre  z6§\  wenn
man  unter  xsuSog  vexücuv  den  Hades  (vgl.  Eur.  Hec.  1  vexp&v  xeüS-[xüiva)
  verstehen  wollte.  Tilgt  man  V.  818,  so  wird  eine  genaue
Entsprechung  zwischen  ovxovv—xazaßr<oEi.  und  834—838  hergestellt.
Ich  glaube  nämlich,  dass  die  von  Hermann  vorgenommene  Reduction
dieser  5  Verse  auf  den  Umfang  von  4  Versen  (ctAXd  dsög  toi  xai
$Eoyevvrig-  rjp.EXg  Se  ßporoi  xai  SvyzoyEvsXg.  xaczot  <p3ip.svci)  zolg
iooSiotg  syxlripa  \ay_EXv  pi-y’  äxoüoai)  in  hohem  Grade  unwahrscheinlich ­
  ist  und  dass  in  V.  836—838  wohl  eine  bedeutende  Entstellung ­
  der  Überlieferung  (V.  836  ist  etwas  ausgefallen,  V.  838  ist
sicher  corrupt,  V.  837  sehr  verdächtig  <),  aber  keine  Interpolation,
die  zu  entfernen  wäre,  anzunehmen  ist.
Tilgt  man  V.  818,  so  könnte  man  zu  ooxoöv  xleivii  xai  inaivov
Eyovv'  aus  den  Worten  der  Antigone  ä)X  'Ayjpovn.  vupysötjtu  das
entsprechende  Prädikat  ’A-/_epovzi  wixtpsOiEtg  ergänzen  und  nach
Ey_ouo’  somit  das  Fragezeichen  setzen.  Viel  wahrscheinlicher  aber  ist
es  ovxoOv—e^ovg’  mit  xazaßr,aEi  zu  verbinden  und  das  Fragezeichen
erst  nach  xazaßr,oei,  nach  Eyova'  ein  Komma  zu  setzen.
V.  842  f.
tu  nohg,  tu  KolEutg
nol\)xrrjfj.ovEg  ävopsg.

')  Vgl.  Nauek’s  Bemerkung  und  das  Scholion  zu  838:  ox/'  'Vöiv  oxt
3  s  o  i  c  t  ar,  v  p  i  \iyexe.
            
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