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K v { c a I a
Dieselbe Bedeutung wird dem xum'AAeiv in Böckh’s Bemerkung
(Wex’sSylloge p. 199) beigelegt; trotzdem ist die Auffassung Böckh’s,
welcher Schneidewin folgte, der erstgenannten in Bezug auf den
Sinn geradezu entgegengesetzt, weil awrtXXetv ironisch aufgefasst
wird. „Ne aduleris. Lass bei mir das Schmeicheln, du ein Weiberknecht.
Kreon nennt die ihm eben zugefügte, aber im Ausdruck
gemilderte Beleidigung bitter eine Schmeichelei, und will zugleich
sagen, bei Weibern wäre Schmeichelei angebracht, nicht bei ihm“.
Diese offenbar ganz unwahrscheinliche Auffassung bedarf nicht der
Widerlegung.
Andere fassen xumAXetv in der entgegengesetzten Bedeutung
auf. Musgrave: „Forsan xumXXetv, quod est adulari, duas eontrarias
fere notiones habeat, plane ut dvetot^u)“. Wunder: „E sensu nexuque
totius loci apparet valere vßpi&iv, sive, quo verbo v. 733. Creon
usus est, devvä&iv. Contumeliosa enim verba Haemonis putavit: si
—ypovetv“. Dindorf: „xutMsiv dicitur vel intransitive garriendi,
vel transitive blandiendi verbis decipiendive significatione: unde per
xolcoleveiv et i^anazäv interpretantur grammatici. Sophocli vero de
eo dicere placuit (!) qui verbis increpat, ut mox dewätstv“. Was
man doch alles dem Sophokles zutraut! Es ist gegen diese Auffassung
einzuwenden, dass diese Bedeutung nicht nur nicht sich mit Parallelstellen
belegen lässt, sondern dass sie nicht einmal denkbar ist; denn
wie sollte sie sich mit dem sonstigen Gebrauch des Verbums vereinigen
lassen?
Die jüngeren Scholien bieten die Erklärung [xv dnura. p.s, Xsytov
inzip avrijg ip.oi duay^spaiveiv rvjv rcoXiv. Einigermassen lehnt sich
auch Nauck’s Erklärung an diese Auffassung an, wie die Worte
„indem Kreon der Hinweisung auf die dem Vater gebührende Ehrfurcht
eine schlechte Absicht unterschiebt“ und die Anführung von Theogn.
363 eu xwtiAAs tqv ey_Sp6v zeigt. Die Bedeutung änaröcv ist allerdings
nachweisbar, aber die Erläuterung des änazäv durch X^wv ünsp
ocÜTrig Ep-ol du'j-^Epaiveiv und somit die Aufhebung des unmittelbaren
Zusammenhanges zwischen 736 und 733 ist unwahrscheinlich. Die
Auffassung aber „suche mich nicht durch glatte Worte, schmeichelnd
(s! p.T) narrip ZaS"), zu berücken“ ist ebenfalls nicht zulässig; die
Äusserung Haimon's ist nur scheinbar mild, in Wirklichkeit sehr
bitter; Kreon konnte in seiner Gereiztheit gewiss in derselben keine
Schmeichelei, kein Streben ihn mit glatten Worten zu berücken finden.
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