Beiträge zur Kritik und Erklärung des Sophokles.
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Vier verschiedene Auflassungen hat xwtiAAe erfahren, unter
denen die Wahl nicht schwer fällt.
Manche fassen xwriAAav in der Bedeutung, die es gewöhnlich
hat, auf. So Nauck: 'Du, ein Weiberknecht, verschone mich mit
Schmeichelreden’, indem Kreon der Hinweisung auf die dem Vater
gebührende Ehrfurcht eine schlechte Absicht unterschiebt.“ Die Unmöglichkeit
dieser Erklärung lässt sich aus der Entgegnung Haimon’s
beweisen. Haimon's Worte (757) beziehen sich offenbar nicht blos
auf den Schimpf 7vvaixdg wv öoüAsup.a, sondern auch auf die Worte
lj.r, xdirtAAe p.s; der Zusammenhang zwischen ßoöAst p.r,oiv xAöstv und
p.r; xwtiAAs /jls ist unverkennbar. Es müsste also hei der Annahme
jener Bedeutung dieser unpassende Sinn in Haimon’s Worten sein:
„Willst du etwas sagen d. i. willst du nur allein reden und selbst
nichts (d. i. keine Schmeichelreden!) hören?“ Freilich fasst Nauck
nach Schneidewin’sVorgang V. 757 anders auf: „Haemon erinnert an
die Gnome: wer sagt was er will, muss auch hören was er nicht will, zu
Ai. 1085. Plaut. Pseud. 1173 contumeliam si dices, audies“. Und
diese Auffassung von V. 757 ist allerdings richtig; aber wer xom'AAeiv
in der Bedeutung „schmeichelnd reden“ nimmt, ist zu dieser Auffassung
von V. 757 nicht berechtigt, weil keine Berechtigung vorliegt
anzunehmen, dass Haimon hei seiner Erwiederung Kreon’s Verbot p.r ;
xwriAAs p.s ignorirt hätte. Nauck hat dies freilich angenommen und
Haimon’s Erwiederung blos auf den schimpflichen Ausdruck 7vvcaxd?
&v doulzvixx bezogen, wie man, obzwar keine ausdrückliche Äusserung
von ihm darüber vorliegt, annehmen muss. Aber dabei hat er eben
ßoüAsi p-,div xAüetv übersehen, das offenbar auf das von Kreon in
den Worten p.r/ xojtiAAe /j.s geäusserte ßoblzaSai sich bezieht. Seine
Auffassung wäre nur dann zulässig, wenn Haimon erwiedert hätte
Al'j-iq rt, xai AI7&JV 01 £ t taojf ovoiv äxoOosaSca; oder ohi i^eivai
ocii A^etv rt xai (ot£t) Ae7ojv ovosv axoiiveoSai; oder etwas ähnliches