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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 50. Band, (Jahrgang 1865)

Beiträge  zur  Kritik  und  Erklärung  des  Sophokles.

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v.  tss  fr.
AI.  el  p.r/  Karrip  ria$\  ginov  äv  a'  ovx  sü  (ppovdv.
KP.  •y-jvatxö?  ibv  §oülsv[xoi,  ixr)  xcortAAc  p,£.
AI.  ßovXsi  Asysiv  rt  xai  Xs'ywv  [xr/oiv  xAüstv  ;
Vier  verschiedene  Auflassungen  hat  xwtiAAe  erfahren,  unter
denen  die  Wahl  nicht  schwer  fällt.
Manche  fassen  xwriAAav  in  der  Bedeutung,  die  es  gewöhnlich
hat,  auf.  So  Nauck:  'Du,  ein  Weiberknecht,  verschone  mich  mit
Schmeichelreden’,  indem  Kreon  der  Hinweisung  auf  die  dem  Vater
gebührende  Ehrfurcht  eine  schlechte  Absicht  unterschiebt.“  Die  Unmöglichkeit ­
  dieser  Erklärung  lässt  sich  aus  der  Entgegnung  Haimon’s
beweisen.  Haimon's  Worte  (757)  beziehen  sich  offenbar  nicht  blos
auf  den  Schimpf  7vvaixdg  wv  öoüAsup.a,  sondern  auch  auf  die  Worte
lj.r,  xdirtAAe  p.s;  der  Zusammenhang  zwischen  ßoöAst  p.r,oiv  xAöstv  und
p.r;  xwtiAAs  /jls  ist  unverkennbar.  Es  müsste  also  hei  der  Annahme
jener  Bedeutung  dieser  unpassende  Sinn  in  Haimon’s  Worten  sein:
„Willst  du  etwas  sagen  d.  i.  willst  du  nur  allein  reden  und  selbst
nichts  (d.  i.  keine  Schmeichelreden!)  hören?“  Freilich  fasst  Nauck
nach  Schneidewin’sVorgang  V.  757  anders  auf:  „Haemon  erinnert  an
die  Gnome:  wer  sagt  was  er  will,  muss  auch  hören  was  er  nicht  will,  zu
Ai.  1085.  Plaut.  Pseud.  1173  contumeliam  si  dices,  audies“.  Und
diese  Auffassung  von  V.  757  ist  allerdings  richtig;  aber  wer  xom'AAeiv
in  der  Bedeutung  „schmeichelnd  reden“  nimmt,  ist  zu  dieser  Auffassung ­
  von  V.  757  nicht  berechtigt,  weil  keine  Berechtigung  vorliegt
anzunehmen,  dass  Haimon  hei  seiner  Erwiederung  Kreon’s  Verbot  p.r ;
xwriAAs  p.s  ignorirt  hätte.  Nauck  hat  dies  freilich  angenommen  und
Haimon’s  Erwiederung  blos  auf  den  schimpflichen  Ausdruck  7vvcaxd?
&v  doulzvixx  bezogen,  wie  man,  obzwar  keine  ausdrückliche  Äusserung
von  ihm  darüber  vorliegt,  annehmen  muss.  Aber  dabei  hat  er  eben
ßoüAsi  p-,div  xAüetv  übersehen,  das  offenbar  auf  das  von  Kreon  in
den  Worten  p.r/  xojtiAAe  /j.s  geäusserte  ßoblzaSai  sich  bezieht.  Seine
Auffassung  wäre  nur  dann  zulässig,  wenn  Haimon  erwiedert  hätte
Al'j-iq  rt,  xai  AI7&JV  01  £  t  taojf  ovoiv  äxoOosaSca;  oder  ohi  i^eivai
ocii  A^etv  rt  xai  (ot£t)  Ae7ojv  ovosv  axoiiveoSai;  oder  etwas  ähnliches
            
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