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hat Haimon bisher sorgfältig vermieden, damit Kreon die Vertheidigung
Antigone’s nicht für egoistisch hielte. V. 747 enthält die erste
Andeutung, dass Liehe zur Antigone und die' Sehnsucht, sie zu besitzen,
auch mit ein Motiv zu seinem Verfahren sei 1 )- Während aber
Haimon dies mit Bezug auf Kreon’s yjvouxog ösrspov zugibt, behauptet
er zugleich, dass dies Motiv mit Rechtlichkeit der Gesinnung vereinbar
ist, dass er, wenn auch yvvaixog vazEpog, doch damit nicht
zugleich rjaucüv rüv cdoypöiv sei. Irrthümlich bestimmt Jacob den
Zusammenhang in folgender Weise : „Du wirst mich niemals untertlian
oder ergehen etwas Schlechtem finden. Bin ich daher auch
Antigone, meiner Braut, ergeben: so vertheidige ich sie doch jetzt
nicht desshalb, weil sie meine Braut ist, sondern, weil sie recht gehandelt
hat“ etc.
In Betreff der Partikel yi kann ich nicht der Bemerkung bei
Schneidewin-Nauck beistimmen: „Die Partikel ye ist, wie oft nsp, hei
dem engen Wörtercomplexe dem Begriffe rcöv aioypöjv, wozu sie
gehört, vorangestellt, vgl. El. 1188 y.ixl ptrjv op&5 ys xaOpa züv ipSjv
y.cc/.öiv“. Vielmehr dient yi dazu, den Gegensatz zwischen ywcaxdg
vanpov und rjantii tojv aiay.püv scharf hervorzuheben. Es gehört also
yi zu dem ganzen Complex Yiontjj twv aioyjjüv und ist passend dem
■ntjc7co nachgestellt. Hätte Sophokles den Gegensatz zwischen yvvcay.ög
und rtöv aWyjpüw markiren wollen, dann würde er yi nach tcöv
«iaypüv gesetzt haben. Auch in der angeführten Stelle El. 1188
darf nicht yi auf xavpa bezogen und eine unregelmässige Stellung
angenommen werden; vielmehr setzt Elektra dem von Orestes gebrauchten
dpojv nachdrücklich ipäg entgegen und diese nachdrückliche
Entgegensetzung wird durch yi bezeichnet.
D Mall wird die Zulässigkeit dieser Auffassung nicht Iiiugnen, wenn man erwägt, dass
auch in V. 749 mit xajzoö dasselbe Moment angedeutet wird, welches dann mit
den Worten vjö’ ovv ^avctrat xal SavoO'T 5 oXet riva mit Entschiedenheit hervorgehoben
wird.