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R v i c a 1 a
Mattliiä (lexicon Euripideum S. 623), der sehr besonnen urtheilt
und bitter, aber mit Recht, Elmsley’s Willkür rügt.
Aber vielleicht gibt yi an unserer Stelle an und für sich keinen
angemessenen Sinn, so dass auch jene, die Elmsley’s Canon nicht
anerkennen, doch ein Recht hätten, es für corrupt zu halten. Und in
der That könnte man aus dem Umstand, dass die Erklärer über die
Geltung des ys an unserer Stelle uneinig sind, ein Argument gegen
die Echtheit desselben zu entnehmen sich versucht fühlen. Erfurdt:
„yi post ypr, est nostrum gar: soll denn gar ein anderer als ich
dieses Land beherrschen?“ Hermann (zu Vig. S. 827) mit Bezug
auf Erfurdt's Erklärung: „Debebat ita: es gehört sich wohl gar, dass
ein anderer, als ich, über dieses Land herrsche?“ Ellendt (lex. Soph.
I, S. 349) bezieht yi auf i^ot. Wex: „Ex nostra sententia vim lxuius
particulae h. 1. ita demum intelliges, si enuntiationem illam interrogativam
per negativam expresseris: ovosvi yj/n ys aAAco üp-ysiv rj ’p.ot.
Kein anderer j a als ich hat zu beföhlen, ich allein j a habe zu befehlen“.
Resser hätte Wex übersetzt: „kein andrer als ich hat ja zu
befehlen, ich allein habe ja zu befehlen“; denn es kann als sicher
angenommen werden, dass yi auf yj/r, bezogen werden muss.
Ich gehe bei der Erklärung des yi an unserer Stelle von dem
bekannten Gebrauche aus, dass diese Partikel den Begriff des Wortes,
an welches sie sich anlehnt, nachdrücklich hervorhebt und dadurch
natürlich zugleich den Leser veranlasst, an einen Gegensatz zu
denken, wie überhaupt alle Sprachen gern zur Bezeichnung und Hervorhebung
des Gegensatzes sieb solcher Partikeln bedienen, die
eigentlich ihrer Natur nach bekräftigend sind. Fragt man nun, was
der Gegensatz von yj/o ist, an den zu denken die Partikel yi uns
veranlasst, so liegt die Antwort nahe. Die Art und Weise, in welcher
nach Kreon’s Ansicht Haimon die Regierung von ihm geführt wissen
will, wird im Gegensätze zu der Art und Weise gedacht, in welcher
Kreon factisch die Herrschaft führt und fortan führen will. Die Geltung
der Partikel tritt klar und scharf hervor, wenn wir aus dem Fragesatze
den Aussagesatz bilden, mit welchem Haimon, wie Kreon glaubt, seine
Ansicht aussprechen würde. Kreon stellt sich vor, als spräche Haimon
zu ihm: «AAo> r ; aoi ypr/ ys r fiad’ äpysiv y-dovög = nach eines anderen
Gutdünken als nach deinem eigenen sollst du wenigstens, wenn du es
auch nicht timst, im Gegensätze zu deinem jetzigen Verfahren über
dies Land herrschen. Vgl. Ant. 90 si y.cd ftvvr/oei y\ wo uns yi zwingt,