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Gelehrten, welche an dieser Stelle rotut ivdUoig mit iyprjv verbanden,
sich geirrt hätten? Mit nichten! Es ist, wenn man die ganze Stelle,
die ich desshalb im Zusammenhang citirt habe, erwägt, einleuchtend,
dass toloi d’ ivolxotg zu iypriv gehört. Ion raisonnirt darüber, dass
die Gottheit unter andern schlechten Gebräuchen auch diesen unter
den Menschen eingeführt habe, dass alle Menschen, ungerechte eben
so gut wie gerechte, an den Altären der Götter Schutz suchen dürfen.
Durch Nauck’s Auflassung wird der Zusammenhang gestört und eine
unglückliche Antithese „die Ungerechten sollten nicht am Altar sitzen;
für die Gerechten sollte man Heiligtlnimer errichten“ zu Tage gefördert.
Ich sage eine unglückliche Antithese, weil Ion von
einem von der Gottheit (ö Bzog V. 1316) eingesetzten schlechten
Brauche spricht, das Upä xocSiliuv in der von Nauck angenommenen
Bedeutung aber nur ein Menschen werk sein könnte. Und wie befremdlich
wäre an und für sich der Gedanke rein d' ivolxciig Upä
xa3t£s!v, cang 'ödtxstr', iypf,v nach Nauck’s Auffassung! Und lässt
sich Upä ■x.a.SiZv.v für Upä. idpüziv mit Beispielen belegen? Oder hätte
er unter Upä etwa „heilige Gebräuche“ verstanden wissen wollen?
Dies ist nicht anzunehmen. Ferner ist zu beachten, wie symmetrisch
die von Euripides angewandte Antithese angelegt ist. Dem ßoopöv
entspricht Upä, dem ovy ttziv xa-3-ii^iv, iypf,v findet sich in beiden
Sätzen; natürlich entspricht auch roten o ivdixoig vollkommen den
Worten rovg piv ädixovg, d. h. wie roO? ädixovg von i/prjv ahhängt,
so hängt rolai ivdixoig von dem zweiten iypfiv ab, wobei dann auch
der Construction ßojpöv itziv die Verbindung Upä y.uSitzcj entspricht.
Zum Überflüsse zeigt noch r,dixsTro klar, dass Nauck’s Auffassung
unrichtig ist : denn wenn von einer Errichtung von Heiligthümern zum
künftigen ausschliesslichen Gebrauche der svdixoi ädixov[xzvoi die
Bede wäre, so müsste dang ddiy.v-,J5"r,aoiro oder oang äv ädtxoTro
stehen. Auch die folgenden Worte xai irr, 'ui radrä roür’ iövr zeigen
dass Upä y.aS’Zziv = ßojpov Zeiv ist und somit toToi ivdixoig mit
iypr,v verbunden werden muss. — Eine zweite Stelle findet sich hei
Aesch. Eum. 700 opSovaScu di ypr, xai ipfjtpov aipsiv xai diayvcövai
dtxvjv, a(’ocupevot g töv dpxov. So lautet die Überlieferung, die man
freilich mit Ganter in aidovp.ivovg verwandelt, weil man jenen Sprachgebrauch
nicht zugeben will. — Eine dritte Stelle ist bei Luc. Hermotim.
38. Nun sprechen aber auch Analogien für die Zulässigkeit
der Construction des ypr, mit dem Dativ, Bei dsT findet sich der Dativ