K v t c a 1 a
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dass Sophokles den Haimon hier seine eigene Persönlichkeit hätte
hervorkehren und die Aufforderung „gib mir nach“ aussprechen
lassen, welche zu der bisherigen bescheidenen Zurückhaltung Haimon's
schlecht stimmen würde.
Es bleibt somit nur noch die zweite Gruppe von Änderungen
und Erklärungen übrig, bei denen äXX" elxs für sich genommen wird.
Hermann: „aXX 1 sfxs, Svp.& xai iJ.iraGTa.mv didovs, sed cede, irae
e.tiam intermissionem faciens.“ Gaisford „a/X dxe, Svp.Ci xai p.erägtoglv
didou“, wobei er, wie ich aus Hermann's Bemerkung ersehe,
die Stelle in derselben Weise, namentlich auch was xai betrifft, auffasste;
Hermann gab dieser Fassung der Stelle vor seiner eigenen
Vermuthung den Vorzug und nahm sie auf. Ellendt: „ä)X eixs Svpai
xai peraGraGiv difov. Kai vnspßaroig positum ut Svp.ii dioov p.eraoraoiv
coniungantur. “ Dindorf: „äXX’stxe xai Svpii ixiräoraar.v SiSov“.
Boissonade: „«XV Xxe, Svp.ov xal p.zräGraaiv diSov“. Ich entscheide
mich für Hermann's Änderung didovg, weiche aber von seiner Erklärung
darin ab, dass ich Svp.6? nicht in der Bedeutung „ira“ auffasse,
sondern Wunder beistimme, der treffend bemerkt: „Quum ex
toto hoc loco, tum imprimis ex antecedentibus apparet nomen Svp.6v
non iram, ut vulgo explicatur, sed animum sive voluntatem
significare“. Kreon’s Sinn war bisher starr und fest auf die Bestrafung
der Antigone gerichtet; jetzt soll Kreon nach Haimon's Aufforderung
seinen Sinn /xsSiarävai oder, wie Sophokles sich ausdrückt,
dem Sinne auch psräazaarj gewähren. Das x.al erklärt sich aus dem
Gegensätze zwischen der von Haimon empfohlenen psraaraau; und
der bisherigen starren Stimmung Kreon's. Übrigens dürfte es wohl
(im Hinblick auf ähnliche Verbindungen, in denen oioövat oder Ivoidovai
vorkommt, wie Eur. Iph. T. 709 f. «XX - sgtiv soriv h Xtav
ovGKpa&a Xtav didovGa psraßolag, örav rvyr, Hel. 509 r,v o
ivdidii rt paiSaxw. Her. VII, 52 oi ai dixaioGvvfiv xai TV.orbrvra
ividoixav, äy_apt dt ovdiv. III, 5 1 paXaxdv svdidövai ßov).6pevo^ ovdiv')
angemessener sein, den Dativ Svp.ii hier nicht als gewöhnlichen, sondern
als localen Dativ (= im Sinne) zu nehmen. Diese Auffassung
lässt sich durch analoge Dative als zulässig erweisen, so dass man
nicht nöthig hat mit Boissonade Svpov xai per. oid. zu schreiben.
Vgl. ausser der homerischen Sprache (in welcher oft neben xard
Svpöv oder iv Svp.ü auch Svpii vorkommt, wie II. p. 404 D.ksto
Svpii, neben ivi tpptGtv, pzrä ypeoiv auch fpeoiv, wie II. tp, 176