Beiträge zur Kritik und Erklärung des Sophokles.
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treffen, seit alten Zeiten niemals isolirt, d. i. ohne unmittelbare Vorgänger,
dastehen, sondern dass sie immer unmittelbar an schon vorhandene
frühere Leiden sich anschliessen“. Wäre einmal eine Unterbrechung
eingetreten, d. h. wäre eine Generation von Leiden verschont
geblieben und erst die folgende Generation wieder von Leiden
betroffen worden, dann würde von den Leiden dieser Generation
nicht gesagt werden können nr<iJ.a.za y-Sipivwv (oder was etwa statt
fSi/xivuv zu lesen ist) ixi nr^a.rji kIkzovzk, weil eben die Leiden
dieser Generation keine unmittelbaren Vorgänger hätten.
V. S99. ff.
vüv ydp in-ydzug vnsp [L vKepj
pitag zizazo <pdog iv 0iö'iKov Sop-C/ig,
y.dz’ au w.v tpoivitx SstZv züv
vspzspcov ä[j.ä y.ovig
Aöyou z’ dvoia y.cri tppsvdiv ipiviig.
Ich halte für unzweifelhaft richtig die von Hermann aufgestellte
Vermuthung önsp (für vn&p), wobei dann allerdings izizuzo geschrieben
werden muss. Letztere Änderung bedarf keiner langen Apologie;
denn eine Änderung muss ohnehin mit der unmetrischen Überlieferung
pi&g zizcczo _ vorgenommen werden. Wie sich Dindorf
für die Änderung pi^ag 6 rsraro auf das Scholion als Quelle (er sagt
„o ex schob additum) berufen kann, ist unbegreiflich; zeigt ja doch
die Fassung des Scholion (Idnzi üpSpov zo 6) ganz klar, dass der
Scholiast 6 nicht vorfand, sondern vermisste. Dagegen lässt sich aus
den folgenden Worten des Scholion (rö oi Xsy6y.ev6v iazi zoioOzo 1 vOv
ydp c'nsp ezezoczo <püg y.cä ocozypioc r t v zoig o’Uoig zov Oioinooog
SGy^dzr/g i/Ksp fii^rig, dvzi zoO 6k £p eßXaazsv ävco zrig pt'£v;g, Sdva.-zog
y.azaXa/j.ßdvsi ’vOv ydp, tpyaiv, ÖK£p 'hv Id^avciv ysvsä?, roüro
xaXvKzsiv ri xövcg) schliessen, dass dem alten Erklärer, den der
Scholiast excerpirte, onep noch vorlag. Denn warum hätte der ältere
Erklärer, in dessen Commentar der Scholiast 6nzp vorfand, gerade
diese Form, und nicht lieber die einfache Form 6, so hartnäckig
wiederholt, wenn er sie nicht in seinem Texte vorgefunden hätte?
Der alte Erklärer fand nicht 6 vor, weil er sonst o sicher beibehalten
hätte; anderseits ist auch klar, dass in dem Texte, der ihm vorlag,