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K v 1 c a I a
Fragen wir nach dem Grunde, aus welchem die Verbindung $ig
d-joa.vs[j.og möglich war, so müssen wir wohl annehmen, dass hiebei
dem Adj. dvadvs[j.og die passive Bedeutung „widrig durchweht“,
y.cc/.o:c oic/:r,[).ivog (ich wende diese Form nach Analogie des hom.
dr,p.Bvog zur Erklärung an) beigelegt werden muss, wie z. B. £var,g
yüpog (hei. Hes. Op. 599) „ein gut durchwehter Ort“ ist oder
£’jäv£p.ot ßäoocu (Soph. Ai. 196) „wohl durchwehte Waldschluchten“;
gerade so ist auch £Öf/vsp.ov növrov ysOp-ci zu erklären.
V. 594. f.
dpyaXa rd. Aaßficuioäv otzwv 6ptZ[xat
nrifj-ara y>3i[xivwv ini nrip.a.Gi ninrovr'
Eine sonderbare und ungebührlich skeptische Bemerkung macht
Nauck zu dieser Stelle: „Der Gedanke scheint zu sein: 'ich sehe,
dass in dem Hause der Labdakiden in ununterbrochener Kette Leiden
auf Leiden sich häufen', wie etwa Aescli. Sept. 740 7rövoi <Jöp.cov viot
nalaioXm a\jp.p.iyüg v.ay.oiq. Indess ist es unmöglich (!) aus den
jetzigen Worten einen erträglichen Sinn zu gewinnen. Man könnte
nur (!) folgende Übersetzung gehen: 'ich sehe, dass alt sind die
Leiden des Lahdakidenhauses, welche auf die Leiden der Dahingeschiedenen
fallen’. Eine solche Ausdrucksweise wäre ungeschickt“.
Aber dpyaXa ist mit ninrovra prädicativ zu verbinden
und im Sinne eines entsprechenden Adverbium oder adverbialartigen
Ausdruckes zu nehmen, „ich sehe, dass die Leiden des Lahdakidenhauses
seit alter Zeit ununterbrochen auf einander folgen“, wie
im Griechischen unzählige temporale Adjectiva gebraucht werden,
während man in neueren Sprachen Adverbia oder adverbialische Ausdrücke
gebraucht. So hat schon Wunder die Construction aufgefasst:
„Vel sponte apparet nomen dpyaXa non tarn adieetivi quam adverbii
vice hic fungi, sic ut idem sit atque i'Z dpyrig.“ Das Einzige, was
einigermassen auffalt, aber durchaus nicht in dem Grade, dass man
sich daran stossen dürfte, ist der Umstand, dass auf nr,p.ara nicht
etwa dlla in dlloig ninrovra oder ein anderer ähnlicher Ausdruck
folgt, sondern <p3ip.ivo>v inl nr,p.aoi ninrovra, welcher Ausdruck sich
aber auch vollkommen rechtfertigen und mit den vorausgehenden
Worten in Übereinstimmung bringen lässt, wie aus folgender Periphrase
erhellt: „Ich sehe, dass die Leiden, die das Labdakidenhaus