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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 50. Band, (Jahrgang 1865)

Beiträge  zur  Kritik  und  Erklärung  des  Sophokles.

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breitet,  wie  bei  Hom.  nach  dem  Untergang  der  Sonne  xaxvj  imdedpoyev
  dylvg“),  sondern  vielmehr  das  Hinabstürzen  in  das  unterseeische ­
  Dunkel  (Wex  richtig  „invadit,  subit“),  so  dass  epeßog
örpalov  Accusativ  des  Zieles  ist,  der  ja  bei  Soph.  ziemlich  oft  ohne
Präposition  steht;  vgl.  El.  893  inei  ydp  rjlS'ov  narpog  dpyaXov
rdfov.  Ai.  137.  0.  R.  798  u.  s.
Im  Folgenden  ist  dvadveyov  auf  Siva.  zu  beziehen.  Irrig  ist
Ellendt's  Vorschlag  /.cd  dvad.vey.cv  (in  adverb.  Geltung  mit  ßpeyovai
  zu  verbinden)  arövto  ßpeyovaiv  dvnnlfiyeg  äxrat,  Jacobs"  xai
dvaa.viy.rj)  arövcy  ßpeyovaiv  dvr.  cixr.,  Linwood's  xat  dvadveyoi  ar.
ßpeyovaiv  dvr  d-/r.  Denn  abgesehen  davon,  dass  Ellendt’s  Aulfassung
und  die  Änderungen  dvaaveyiy  und  dvadveya  noch  die  Änderung  ßpeyovaiv
  erheischen,  muss  zuversichtlich  <)  behauptet  werden,  dass  die
Anknüpfung  des  Satzes  dvadvey.ov  (oder  dvaaveyu),  dvadveyoC)  ardviy
ßpeyovaiv  dvr.  äxrat  durch  xat  ganz  unstatthaft  ist;  es  ist  nicht  zu
bezweifeln,  dass  Sopli.  das  in  solchen  Fällen  legitime  de  hier  gesetzt
hat,  wie  es  die  Überlieferung  aufweist.
Die  Verbindung  Siva  dvadveyov,  die  vielen  Kritikern  unmöglich ­
  erschien  und  Änderungen  veranlasste,  ist  durch  Eur.  Dan.  10
sdr/veyov  kövtov  yevyct  vollkommen  gerechtfertigt.  So  wie  diese
Worte  „die  von  gutem  Winde  bewegte  Meeresflulh“  bezeichnen,  so
ist  3ig  dvaaveyog  „der  von  widrigen  Winden  aufgerührte  Sand“.
Der  Scholiast  erklärt  also  richtig  „rr/v  vnd  aveyov  rapaySeiaav“.
Überhaupt  verbinden  ja  die  griechischen  Dichter  Adjectiva  (namentlich ­
  Composita)  oft  in  einer  uns  sehr  kühn  erscheinenden  Weise  mit
Substantiven,  zu  denen  sie  eigentlich  nicht  zu  passen  scheinen.  So
unterliegt  es  zum  Beispiel  keinem  Zweifel,  dass  yeiydppovg  zufolge
seiner  eigentlichen  Bedeutung  nur  mit  Tzorccyög  (wie  II.  v,  138),
vdojp  (wie  Eur.  Tr.  431)  und  ähnlichen  Wörtern  verbunden  werden
sollte;  aber  Eurip.  sagtauch  oid  de  ye  i  yd  p  p  ov  vdirr/g  dyyüv  t’
enridoiv  (Bakch.  1082  f.).  Offenbar  ist  yeiydppovg  vdnr t  eine  Thalsehlucht, ­
  die  von  einem  yei.ydppovg  notayog  durchströmt  wird  und
somit  bietet  auch  diese  Verbindung  eine  passende  Analogie  für  dvadveyog
  Stg.

<)  Zu  wenig  entschieden  sagt  Dindorf  „qiturn  illa  arivü)  ßpiy.ovm  ävrtTrXri'/E;
äxrat  aptius  per  particularn  di  quam  xat  adiungi  videantur“.
            
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