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K v i c a I a
Obzwar sich nun aber, wie ich glaube, gegen die Möglichkeit
dieser Änderung kein begründetes Bedenken erheben lässtt), so gebe
ich doch selbst der Ansicht Elmsley’s (zu Herakl. 730) und Martin's
den Vorzug, die xXög streichen und novriocig lesen; denn für novr'Lcug
spricht die Autorität der Scholien, vor der subjective Vermuthungen
weichen müssen. Die Einwendung Schneidewin’s „allein
dann würden die nvocd mit Epithetis überladen“ ist nicht gewichtig
genug, um ihretwegen das durch die Scholien beglaubigte novrlaig
aufgeben zu können; denn solche „Überladungen“ mit Epithetis sind
in den Chorliedern der Tragiker nicht eben selten: vgl. Trach.
953 f. soS’ ävepoeaad zig ysvotT’ snovpog iaziüz'.g avptx. Aesch.
Agam. 179 ff. m/oai ö’ and Hzpvpövog poXoOaac x<xx6g%oXgt, v-f/uzideg,
dvrjoppoi ßpozüv «Aat, vsojv ts v.w. izsiapdzojv dipv.fteTg.
In kühner und unwahrscheinlicher Weise hat neulich (Zeitschr.
für d. österr. Gymn. XV r J, S. 6) M. Schmidt die Überlieferung geändert,
indem er vorschlägt öpoiov nouzicg, dvanvooig orav
Ttvocüg (r)pyooauv.v ipsßog ixpalov imopdpf , adlog zuAtvöet
ßvcoöSev xelouvdv d-ivx. Ich erwähne diese Vermuthung, weil es
zweckmässig erscheint die Voraussetzung dieses Gelehrten, dass
otö/J.cc hier ungehörig sei, zu berichtigen. „Da ßucaoSev xeXcuvav
Sivu. nicht den schwarzen Sand der Tiefe’ bedeutet, sondern 'aus der
Tiefe den schwarzen Sand', oiopa aber das Meer mit seinen Wogenkämmen,
die aufschwellende Woge, Wogenschwall heisst, so ist
olopa hier ein ungehöriges Wort, wo von dem Heraufwühlen des
schwarzen Schlicks aus der Meerestiefe die Rede ist“. Aber die Vorstellung,
die der Dichter hier ausspricht, ist offenbar die, dass dieselbe
Woge, die sich zu einem Wogenberg aufthiirmt, im nächsten
Augenblicke in die Tiefe hinabfährt und aus dieser Tiefe den Sand
aufwühlt.
Für sicher halte ich es ferner, dass speßog vpaXov imopapy
nicht die Erstreckung oder Verbreitung durch das unterseeische
Dunkel bedeutet, wie es gewöhnlich aufgefasst wird (Hermann „submarinamcaliginem
percurrit“, Wunder „tenebrasmarinaspercurrerit“,
Schn. — N. „intzpiyjiv von dem, was über eine Oberfläche sich ver-*)
Dass nach dieser Änderung vom Meere (rrovnäj aXc) seihst, gesagt wird xuXi'vSsi
J?va (das Meer wälzt seinen Sand aus der Tiefe auf), ist sicher 11 icht unstatthaft;
auch die Stellung offy.« d’j'TKV'joi; orav lässt sich durch Analogien rechtfertigen.