Kvicala, Beiträge zur Kritik und Erklärung des Sophokles. 613
SITZUNG VOM 19. JULI 1863.
Beiträge zur Kritik und Erklärung des Sophokles.
Von Johann Kvicala,
a. o. Professor der classischeo Philologie an der Prager Universität.
DRITTE ABTHEILUNG.
Ant. V. 580 ff.
6'poiov axjrs novziaig dXög
oidpx ouijKvöoig Szctv
QpytjaytjLv s'psßog vtpalov smdpdpri nvvcüg,
y.uXtvdst ßuoaöSsv y.eXcaväv
.3tva y.al duaavspov,
arov'n ßpipoutv. d' dvztTiXri^Eg dy.zai.
So lautet die Überlieferung des Laurentianus, die im ersten
Vers auf verschiedene Weise geändert worden ist. Zu den von Anderen
gemachten Versuchen könnte noch die folgende Vermulhung
hinzugefügt werden, die von der Überlieferung des Laurentianus nur
durch Auslassung des einzigen Schriftzeichens o in cüig sich unterscheidet:
Spoiov ügze novziäg (zu lesen: nouzjdg; vergl. den Anhang
zum 2. Hefte meiner sojili. Beiträge) dXg, dopet, y.z'A. „ähnlich wie das
Meer (7rovrta? aAg eine Umschreibung für 7rövzog, wie novzidg älpx bei
Pind. Nem. 4, 30, nsXa^tx dlg bei Aescb. Pers. 402), wenn der
Wogenschwall in Folge stürmischer thrakischer Winde in das unterseeische
Dunkel stürzt, aus der Tiefe schwarzen Sand emporwälzt“.
Laur. hat allerdings novz'ixig, aber „i ante a a m. antiqua illato“
(Dind.), so dass also auch novziag durch Laur. bestätigt ist;
novzixg aber wäre unrichtig betont für nrovzidg. Sobald man Tiovzidg
für novziag nahm, war die natürliche Folge dessen die Änderung von
dXg in dXig.