Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 50. Band, (Jahrgang 1865)

«86

Dr.  E.  Robert  R  o  es  1  er

^S,  s,  s  zu  einem  s,  und  die  von  ■>,  j,  u o,  JA  o,  z,  z,  ö  zu
dem  einen  z.  Der  Romane  vermischt  nun  auch  noch  s  und  z;  z.  B.  in
zaraf  für  sarraf,  zambile  für  sambile,  zarzavat  für  sebzevat
u.  s.  w.
Eine  Sprache,  wie  die  romanische,  welche  mit  den  romanischen
Sprachen  überhaupt  die  Abneigung  gegen  eh  (h)  theilt  und  dies  nur
vorConsonanten  noch  erhalten  hat,  vorVocalen  zu  h  ahschwächt,  kann
natürlich  mit  den  Hauchlauten  des  Türkischen  (^.,  .  4)  nicht  gen. )u
verfahren.  So  wird  yefif  zu  aff,  j?-Io-  Kagi  zu  agi,  ,^«5-]  alimaq
zu  nkmak,  X°9 a  zu  °!J L ’ a -
Der  romänischcn  Grammatik  ist  das  Türkische  so  fern  geblieben, ­
  als  das  Griechische,  nur  in  das  Wörterbuch  hat  es  seinen
Einzug  gehalten.  Romanische  Bildungssylben  treten  darum  zahlreich
an  türkische  Stämme,  wie  sie  an  griechische  treten;  aber  die
romanische  Sprache  geht  in  der  Derivationslehre  in  Aneignung  des
Türkischen  noch  einen  Schritt  weiter  als  angesichts  der  griechischen
Sprache.  Sie  belässt  nicht  nur  zahlreich  türkische  Ahleitungssylben
in  türkischen  Wörtern,  sondern  sie  wendet  solche  auch  auf  Stämme
an,  die  sie  in  der  türkischen  Sprache  nicht  besitzen,  ja  sie  adoptirt
dieselben  sogar  für  Worte  eigenen  Besitzes,  die  durchaus  nicht  türkischer ­
  Abkunft  sind.
Die  bequemen  türkischen  Suffixe  ji  (nomen  nctoris,  entsprechend ­
  dem  romänischcn  or,  oriüj  J«,  lik,  liq  (nomen
abstracti  et  actionis,  entsprechend  dem  rumänischen  -ire)  und  wiewohl ­
  seltener  Ji,  ^  lu,  li  (nomen  possessoris)  sind  es,  die  eine
ziemliche  Verbreitung  auf  romänischem  Sprachboden  gewonnen  haben.
Beispiele  solcher  romanischer  Worte  mit  türkischen  Suffixen
Huden  sich:
n)  mit  j-  ji:
biliardjiü,  Billardspieler.
bragajiü,  Hirsetrankbrauer,  von  brage,  Hirsetrank.
zaverjiü,  zavragiü,  Empörer,  sl.  zavere,  Aufstand.
kilipirjiü,  der  etwas  um  einen  Spottpreis  haben  will.
krepaciü,  sarcinator,  krepa,  pannus.  Miklos.  27.
kirjiü,  Käufer.
lampajiü,  Lampenmacher,  lampe,  lat.  gr.  lampas,  lap.-dg.
laptajiü,  Milchverkäufer,  lapte,  Milch.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.