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Z ingerle
geschach: nach Germ. VIII, 91 b). n statt m im Reime: man: zam
V, 178. In der Bindung: want: allesamt V, 25 ist alle sant zu lesen 1 ).
Die Bindung i : ie fiel mir zweimal auf (nilit: lieht V, 56. lieht: niht
Germ.III, 30). o:o begegnet einmal: (porte: horte IV, 268). Von den
Bindungen u oder u : uo und ö : uo, die in Meieranz oft Vorkommen 2 ),
bemerkte ich nur die Fälle: zuo:döVI,21 hurte: ruorte Germ. VIII, 275.
— Beachtenswerth ist der Reim geleit: wit (Germ. III, 38), der uns
zeigt, dass dem Dichter auch ei statt des gewöhnlichen mild, l zukomme.
Einmal nur begegnet, dass ein vocalisch auslautendes Wort
mit auslautendem n gereimt wird (XI, 96), was sich auch Stricker
einigemal erlaubt (Strickers Karl ed. Bartsch S. LIV). — Vergleicht
man diese geringe Anzahl unechter Reime mit der viel bedeutenderen
in Meieranz s ), so ergibt sich ein unläugharer Fortschritt des
Dichters in dieser Beziehung.
Besass Fleier auch kein hervorragendes poetisches Talent, so
zeigt er sich dagegen als einen der belesensten Dichter jener Zeit
und gibt uns ein neues Zeugniss für die Bildung, die damals in
Österreich herrschte. Er war, wie er selbst sagt (als ich an der
äventiure las L. HS. Bl. 53 Meieranz 11420) des Lesens kundig.
Er kennt, wie er gleich am Beginne des Garei zeigt, Hartmann’ s
Iwein:
No lioeret ein frerndez maere.
Hartman der Ouwaere
hat uns e wol geseit
für eine rehte wärheit
an einem buoclie, deist wol bekant,
deist der riter mit dem lewen genant,
daz Artus was sin wlp genomen
und wie ez dar zuo was komen. L. HS, Bl. i b.
Dass Pleier im Verlaufe des Gedichtes an Iwein öfters anklingt,
habe ich schon früher nachgewiesen (Germ. III, 26). — Die von mir
ebendort mitgetheilte Stelle über Tristan und das hundelm PetJtcriü
1 ) Verg. Helbling 8, 1161.
2 ) Meieranz S. 367.
3 ) Ebendort S. 366 und 367.