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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 50. Band, (Jahrgang 1865)

Beiträge  zur  Geschichte  des  Magdeburgerrechtes!

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geschrieben,  dann  bliebe  nur  noch  die  Annahme,  es  habe  ihm  eine
mit  Cr.  fast  ganz  und  im  Wesentlichen  durchaus  übereinstimmende
Handschrift  Vorgelegen,  dieselbe  vielleicht  woraus  auch  Cr  abgeschrieben ­
  wurde,  also  vielleicht  der  Originalcodex  Konrad's  von
Oppeln  v.  1306,  oder  vielleicht  eine  durch  Zusätze  zum  Text
bereits  vermehrte  Abschrift  von  Cr.  —  Welche  von  diesen  Vermuthungen ­
  auch  die  richtige  sein  mag,  so  viel  steht  nach  den  bisherigen ­
  Erörterungen  fest,  dass  —  wie  oben  unter  a  gesagt  wurde  —
das  in  dem  vorliegenden,  vermuthlich  vom  K.  Kasimir  dem  Krakauer
Oberhof  zur  Anwendung  übergebenen  Codex  enthaltene  Weichbildrecht
  eine  durch  Zusätze  zum  Text  find  einen  eigenthümlichen
Anhang  mehrerer  Artikel  erweiterte,  sonst  aber  genau  übereinstimmende ­
  Fassung  des  von  mir  a.  a.  0.  mitgetheilten  Weichbildrechtes
Cr  ist.
IX.
Die  im  Krakauer  Codex  169  enthaltene  Fassung  des  Weichbildrechtes
  Cr,  jedoch  mit  Zusätzen  vermehrt,  findet  sich  in  lateinischer
Übersetzung  (bruchstückweise)  in  dem  oben  (VI)  beschriebenen
Codex  der  Ossolinskischen  Bibliothek  und  wieder  mit  Zusätzen
vermehrt  im  Commune  incliti  regni  Polonie  privilegium  etc.  von
Johannes  de  Las  ko.  Die  nachstehende  vergleichende  Tabelle  dürfte
das  Verhältniss  der  beiden  Übersetzungen  zu  einander  und  zum
deutschen  Grundtext  am  deutlichsten  anschaulich  machen.  Dabei
wird  der  Abdruck  in  Lasko  (L)  als  die  reichste  der  zu  vergleichenden ­
  Formen  vorangestellt,  die  im  Ossolinskischen  Codex  befindliche ­
  mit  0,  die  im  Krakauer  wieder  mit  Cr  bezeichnet.  Zusätze  zu
Cr  in  0  oder  L  werden  mit  einem  Sternchen,  Zusätze  zu  0  und  Clin ­
  L  oder  zu  Cr  und  L  in  0  mit  einem  Kreuz  bezeichnet.  In  0  fehlen
wegen  Ausfall  der  Blätter,  worauf  sie  geschrieben  waren,  die  Cap.
1—50  und  87—91;  51  und  92  sind  nur  theilweise  vorhanden;  die
in  0  vermuthlich  nur  desshalb  nicht  nachweisbaren  Parallelstellen ­
  werden  daher,  um  sie  von  den  durch  einen  Querstrich  bezeichneten
  überhaupt  in  den  betreffenden  Texten  nicht  enthaltenen
Artikeln  zu  unterscheiden,  durch  ein  Fragezeichen  angedeutet.  In  L
sind  die  Artikel  nicht  gezählt,  wohl  aber  rubricirt;  der  Kürze  halber
habe  ich  hier  die  entsprechenden  Zahlen  hergesetzt.
            
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