Bei träge zur Geschichte des Msig'deburgerrechtes.
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stabe s in der Regel lang gedehnt geschrieben, aber nicht über
mehrere Zeilen hinaus, für u am Anfänge immer v, für v in der Mitte
der Worte u. Über dem i findet sich häufig ein Häkchen, öfter
nichts, niemals aber der Punct. Dieser dient als Interpunctionszeichen.
Die Zeilen, deren durchschnittlich dreissig auf einer Seite
stehen, und die Ruchstaben, 20 bis 25 in einer Zeile, sind enger an
einander gerückt als in dem Krakauer Codex 169, die Tinte mehr
abgehlasst. Im Ganzen ist der Text sorgfältig geschrieben, doch
kommen mitunter Schreibfehler, Auslassungen und offenbar vom
Schreiber nicht verstandene und darum unrichtig geschriebene
Worte vor.
Nach den Registern beginnt der Text mit der Chronik:
von der werlde beginne allirirst, welche nur bis do gewan
is saladin der heyde den cristen ivedir an reicht und mit dem
in Daniels und Gruben, Sächs. Weichbild S. 13 lg. Sp. 1
abgedruckten Texte zumeist übereinstimmt.
Hierauf folgt ohne Unterbrechung: von dem riebe wi is
irst gestiftet ist. Wollit ir nu hören u. s. w. — die Artikel 6
bis 13 des Sächs. Weichbildes.
Danach wieder ohne Unterbrechung: Des meistirs vscelunge.
Ich czymmir als man sait u. s. w. die gereimte Vorrede zum
Sächs. Landrechte bis vnddurch got czusamene bracht (Vers 260 hei
Homeyer S. Sp. I, Seite 133). Sodann als cap. primum: Czn dem
irsten hat man bcschrebin das meistir ecke von repekou durch
der herrin bete willen von vatckinstein in duczir rede beschribin
dis meideburgische recht hat. das kunc Karl in das laut broclite
czu sachsin und keisir otte bestegete czu meideburc. mit der
clugestin rat von demc lande. Got der gebe siner sele rat u. s. w.;
ferner der Prologus, der Textus prologi und als cap. G Czuei sivert
lis got u. s. w. das Sächsische Landrecht in 390 Capiteln,
wovon aber die Capitel 323 bis 328 und 364 bis 390 dem Sächs.
Landrechte fremd sind. Homeyer, der für seine Abhandlung über
die Genealogie der Handschriften des Sachsenspiegels (1859) und
für die dritte Auflage des Sachs. Landrechtes, auch diesen Text
benützt hat, theilt in seiner Abhandlung über die Extravaganten des
Sachsenspiegels (1861) die Capitel 364 bis 390 wörtlich mit, indem
er sie zugleich auf ihre Quellen zurückführt und in gewohnter
meisterhafter Weise erläutert, und weist die Capitel 323 bis 328