325
Über den Ursprung 1 der Schrift der malayischen Völker.
sen sich alle unmittelbar an die altindische Form an. Auch die
Form der Philippinen scheint desselben Ursprunges zu sein (mit einer
kleinen Neigung nach rechts), wobei der linke Schenkel verkürzt, der
rechte dagegen, als die Form abschliessend, verlängert wurde.
y. Darunter sehliesst sich die Redau- und Lampun-Form am
ersten an die altindische an. Dieselbe scheint auch in der neuen makäsarischen,
jedoch in umgekehrter Stellung = zu stecken.
Vielleicht'ist auch die Tagala-Form nichts anderes als eine Variation
der beiden ersteren, mit Ziehung des rechten Striches in einen Halbbogen
nach links = tor.
Dabei scheint altindisches r, um eine Verwechslung mit p zu
vermeiden, mit einem zweiten Parallelstriche verbunden worden zu
sein. Daraus lassen sich dann die Battak-Form und die beiden makäsarischen
leicht ableiten.
I. Die Entwicklung dieses Buchstabens ist für mich ziemlich
dunkel und ich vermag darüber nichts Näheres beizubringen. Da aber
alle anderen Zeichen unzweifelhaft indischen Ursprunges sind, so
kann dies auch füglich von dem vorliegenden behauptet werden.
w. Die alte makasarisehe und erste Battak-Form zeigen deutlichen
Zusammenhang, wobei man letztere sich umgekehrt denken
muss; sie mahnen beide an javanisches o- Die zweite Battak- und
Tagala-Form schliesseu sich genau an die Pali- und altindische Form
an, wobei ich in der nach rechts sich wendenden und über das Ohr
hinausgehenden Krümmung einen Überrest des senkrechten Striches
der altindischen Form erblicke.
s. Die Battak-Form sehliesst sich augenscheinlich unmittelbar
an die altindische an; aus der Battak-Form lässt sich die alte msikäsarische
ahleiten, wobei das Zeichen in einem einzigen Zuge gemacht
erscheint. — Die neue makasarisehe Form ist der älteren entnommen;
der nach oben führende Grundstrich ist dabei weggelassen und
die Schlinge als charakteristisches Kennzeichen des Buchstabens
festgehalten.
h. Offenbaren Zusammenhang verrathen die Battak-Form und
die makasarisehe; letztere ist mit einem einzigen Zuge gemacht und
an den Ecken zugespitzt. Die Form der Philippinen und die damit
identische Lampun-Form ist nichts anderes als eine etwas nachlässige
Schreibung der noch runden dem mäkäsarischen Zeichen zu Grunde
liegenden Gestalt.