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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 50. Band, (Jahrgang 1865)

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V  a  h  1  e  n

17.  Rangfolge  der  Tragödientheile.
(Zu  S.  289.)
S.  'Aristoteles'  Lelire  von  der  'Rangfolge  der  Tragödientheile’  in  'Symbol« ­
  phiiologoi’um  Bonnensium  in  honorem  Friderici  Ritscheiii  collecta’  (Lips.
1864)  S.  153—184.  Susemihl  in  seinem  Sendschreiben  an  mich  (Fleckeisen’s
Jahrb.  1864  S.  505—520)  hat  sich  mit  mehreren  Hauptergebnissen  dieser  Untersuchung ­
  einverstanden  erklärt.  Von  seinen  abweichenden  Meinungen  habe
ich  das  die  öiävota  Betreffende  A.  15  S.  49  fg.  berührt.  Was  aber  die  Controversc
  über  Koi-nau  oder  ov  r.riix)Ga  xd  xvjg  xpa'/(pdiag  Ip^ov  anlangt,  so  weiss  ich
jetzt,  dass  eine  in  der  Aristotelischen  Kritik  sehr  angesehene  Autorität  gleichfalls ­
  die  Entfernung  der  Negation  für  nothwendig  hält:  meine  entgegenstehende
Ansicht,  die  ich  bis  jetzt  für  unwiderlegt  halte,  will  ich  daher  hier  nicht  von
Neuem  darlegen  und  vertheidigen,  bevor  ich  die  Gründe  jenes  Gelehrten  kennen ­
  gelernt  und  geprüft  habe.  Inzwischen  stehe  hier  eine  kritische  Bemerkung
zum  6.  Capitel.  In  der  Stelle  1450  b  9  fg.  eaxi  de  yjSog  piv  xi  xoiovxov  o  öyXoi
xriv  jrpoatpsiriv  ir.oia.  xig-  [sv  ofs  ovy.  s<m  dvjXov  yj  repoatpeirai  jj  yso^st]  diöjrsp
oüx  b/yjGVi  yjSog  rwv  Xd*/o)v  sv  oig  p.vjd’  oXwj  sotiv  o  rt  (o  vic  A'.  oaxig  Q)
irpoaipelvai  v)  'psvyei  6  XA/wv  pflegt  man  die  eingeklammerten  Worte  als  Dittographie
  der  folgenden  zu  tilgen.  Mit  Unrecht,  wie  ich  glaube.  Aristoteles  unterscheidet ­
  zwei  Arten  von  X0701,  welche  kein  vjSog  haben,  solche,  in  denen
überhaupt  nichts  ist,  was  Einer  erstreben  oder  meiden  könnte,  wie  die  p.aSr,p.arixot
  X0701  (Rhet.  1417  a  19  61a  xovxo  odx  l/ouatv  01  p.a-S'vjp.arixoi  X07&  1  r t 5r t ,
oxe  0116;  ixpocdpEGiv  •  xi  -yäp  oO  svsxa  oüx  s^ouatv.  vgl.  Metaph.  996  a  29  fg.
1078  a  31),  und  solche,  in  welchen  durch  Schuld  des  Redners  die  irpoatpstris
nicht  zum  Vorschein  kommt.  Die  augenscheinlich  vom  Platz  gerückten  Worte
sind  daher  nur  an  rechter  Stelle  einzufügen:  diöasp  oux  s/oucuv  rjäog  xon  Xo-70JV,
  sv  0ig  p.vjd’  o'Xojc  sotiv,  0  xig  jzpocapEixai  ^  tpsOyet,  ^  s’v  ofe  oüx  fort  ÖtjXov
xi  irpoaipsixa:  vj  'psvyzi  6  Xs^wv.
18.  Zum  achten  Capitel.
(Zu  S.  292.)
Im  Eingang  des  8.  Cap.  halte  ich  an  rep  svt  fest,  glaube  aber,  dass  in
s’vfwv  eine  Verderbniss  steckt,  wofür  vielleicht  s’£  <Sv  vj  iravrwv  yj  s’vt'cov  zu
schreiben.  Vgl.  Anal.  pr.  57  a  37.  Anal.  post.  72  a  28.  Topik  148  b  37.  169
b  33.  Politik  1283  a  23.  Rhet.  1396  a  6.  Im  Übrigen  sei  noch  bemerkt,  dass
Susemihl  1451  a  20  mit  Unrecht  von  der  handschriftlichen  Überlieferung  ab
zur  Aldina  übergegangen  ist.  Denn  das  Asyndeton  'HpaxXvjtda,  0vjavjida  xai  xä
rotavra  iroivjpara  ist  hier  so  richtig,  wie  Rhetor.  1388  b  33  opyhv,  sVtSuptav
•xai  röe  roiavra.  Metaph.  1030  a  20  sxaorov  rcöv  xarvj'yopoup.svojv,  77oggv,  itoiov  xai
oaa  aXXa  roiaöra  (vgl.  1034  b  10).  De  part.  anim.  645  b  36  ptva,  ö^aXpöv  xai
xi  (7‘jvoXov  7:p6ao)7:Gv.  Hist.  anim.  511  b  9.  Ebenso  ist  in  der  Poetik  auch  1457  a  22
ein  von  der  Aldina  bis  auf  Susemihl  in  den  Ausgaben  stehendes  v)  mit  den  Hand-
            
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