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V a h l e ii
leren Begriffs als dasjenige definiert werden, wonach die jroior^g des Menschen
sich bestimmt. Nimm. Eth. 1112 a 2 roj •'/äp xpoaipsiaSai zäyaSä vj za
xaxa jrotot rtvs'g iapsv, zS> os Oo£ä£siv ou. Auf der rrpoat'psatg aber beruht das
vjäog. Nicom. Eth. 1111 b 5 jrspt xpoaipioeoig Eirerat • otxEtörarov 7äp
etvai Ooxei rjj äperf) xai p.äXXov za vjSyj xptvetv rwv jrpä|eMV. 1163 a 23. 1178
a 35. Vgl. m. Ablidlg. von der Rangfolge der Tragödientheile S. 172 ff. Mefaph.
1020 b 23 ptäXtora 8e zd ayaäov xai xaxöv <7vjp.ai'vet rö irotöv eVt räiv. ip.tyvy.o)v
xai rourcov päXitrra s’iri roTS eyoua-i irpoaipeatv. — Ebenso wenig scheinen mir
Susemibl’s Anstösse an der folgenden Definition der dtävota begründet zu sein:
denn dass hier, nachdem p.OS'og und xjSrog definiert sind, eine Definition der öiävoia
folgen musste, ist so einleuchtend, dass die Annahme, eine wirklich überlieferte
Definition der dtavoia sei Interpolation, kaum Eingang finden dürfte. Aberich
finde auch keinen Grund diese Definition für lückenhaft oder verderbt zu halten:
denn die logische Beweisführung und die allgemeine Sentenz sind das
Wesen der diävota, und wenn Aristoteles nachher 1430 b 3 ff. den Begriff der
cltävoia noch weiter fasst, so ist ja daraus kein Schluss zu ziehen auf die hiesige
Stelle, die einer von jener sehr verschiedenen Betrachtung angehört.
16. dor, und /j.epv der Tragödie.
(Zu S. 289.)
Die Stelle ist eine der schwierigsten und dunkelsten in der ganzen Poetik,
bei deren Behandlung jeder Schritt gewagt erscheint. Ich bin nicht confident
genug zu glauben, überall das Richtige gefunden und das Räthsel gelöst
zu haben; dennoch habe ich meine Gedanken darlegen wollen, ob es vielleicht
Jemand der Mühe werth findet, sie zu widerlegen, und uns dann auch das
Wahre zu lehren. Bernays erklärte die Stelle (im Rhein. Mus. VIII. S. 583
A 2) für eine zerrüttete, zu deren Erledigung an dem angeführten Orte er leider
nicht Raum fand. Seiner wohlbegründeten Warnung den Anonym, de com.
§. 7 nicht zur Restituierung derselben zu missbrauchen, hat man neuerdings
kein Gehör gegeben, aber eine dunkle Stelle durch eine verworrene aufhellen
zu wollen, ist doch verschwendete Mühe. Der Vorschlag von Bursian oux o’Xi-70t
a/'ka navzsg dbg etiretv, sowie der sehr ähnliche von Hartung oux 0X1701
äXX’ dbg elireiv rcdvrsg, den Susemihl in den Text gesetzt hat, sind meines Dafürhaltens
unzureichend. Spengel (Z. f. A. W. 1841 S. 1205) fand den Inhalt
der fraglichen Worte untadelhaft und ganz im Geiste des Aristoteles, der
seine Deductionen aus der Sache auch durch die Wirklichkeit der Erscheinung
begründe; so wolle auch hier Aristoteles die Richtigkeit der a priori gegebenen
sechs Tragödientheile durch die erfahrungsmassige Allgemeinheit derselben
in dem Dichtergebrauch bestätigen. Dabei bleiben, wie Spengel anerkennt,
die Schwierigkeiten im Einzelnen bestehen. Der Versuch, den J. Klein im
Bonner Gymnasialprogramm von 1836 macht, die Worte, wie sie überliefert
sind, mit Aristoteles’ Denk- und Ausdrucksweise in Einklang zu bringen,
scheint mir aus vielen Gründen missglückt. Die im Aristoteles beispiellose
Verbindung oux 0X1701 tag eliretv lässt sich durch die von Klein beigebrachten