I
7. Tzd.aai — xarä pipoj.
(Zu S. 270.)
Dass äfi.ct 7räcriv nicht den hier erforderlichen Gegensatz zu xarä yipog
darbietet, haben Mehrere gesehen; Susemihl glaubte durch einen Zusatz
xaäolov, diolo-j, dtä iravröj zu helfen, von denen jedes so gut wie das andere
ist, indem jedes den ganzen Umfang der Dichtung bezeichnet, im Unterschied
von einzelnen Theilen derselben (xarä ydpog). Allein da die nachdrückliche
Wiederholung des Objectes ap.a -5<jiv nicht nothwendig war, vielmehr das
drei Zeilen voraufgehende zäai roig etppjp.e'vrjis sich hier, wie das Verbum
Xpcovrat, leicht von selbst ergänzte, so möchte ich glauben, in dp.a jräatv selbst
stecke vielmehr das zu xarä ydpog vermisste Gegenstück, zumal -Saat in NQ
wirklich stellt. Für den Gegensatz S.ya naaca — xarä ydpog vgl. Meteorol. 381
a 28 fg. xlyv dxslvotg ydv ov xarä yipog ravza ovyßai-jsi xaoyei.'j, äXX’ äya kö.'j
äxpä£etv xal ojijivj äva■yxatov. rp di yp rovro -ytvsrai xarä ydpog dtä ipü^iv xal
äspyorprx. Ibid. 379 b 8 dtö xal vj SdXaaaa xarä yipog yh dtatpoup.evvj rayb ar r
Trerat, änaoa 3’ ov. De parfc. anim. 641 a 28 vjrot iraua v; tpvyy *5 pepos rt avryg
Allerdings würde man an unserer Stelle äp.a lieber entbehren, wenn es nicht
vielleicht nur zur Verstärkung des Begriffes -äuat (die ganzen Dichtungen
insgesammt) dient, worüber Mätzner imCommentar zu LykurgsLeokratea S. 93.
8. Arten der dichterischen pupjuts.
(Zu S. 272.)
Die von Vielen befolgte Auffassung dieser Stelle, wonach Aristoteles
drei einander nebengeordnete Arten aufzähle: 1. öre piv äira'yyeXXovra vj erepo'v
rt ■yi^vöp.evov. 2. vj &ig röv aüröv xal p.r t yszaßaXXovra. 3. vj rea’vra 6>g jrpocrrovrac,
scheint mir sprachlich wie sachlich unhaltbar. Sprachlich würde das
erste dieser drei Glieder erträglicher, wenn man es mit Zeller (Geschichte
der griecli. Philosophie 11. 2. S. 618 a. 4) so umändern wollte: ri öre piv auröv
i.nayjiXXovra öre de erepov -yt-yvop.evov. Allein erstlich würde in diesem Falle
die Ergänzung von ärra r yye'XXovra auch zu dem zweiten Gliede (ws röv aüröv
xtX.) schwieriger sein, und anderseits ist zu bezweifeln, ob Aristoteles die
Dichtweise des Homer so bezeichnet haben würde, dass derselbe bald in eigener
Person bald als ein anderer darstelle, womit doch wenig übereinstimmt
das Übergewicht, welches Aristoteles 1460 a 10 auf das yiysioSat d. i. e'repöv
rt "/ryvöp.evov aTra'/ye'XXeiv in den homerischen Gedichten im Unterschied von
anderen epischen Dichtern legt. Unserer Annahme, dass Aristoteles zunächst
zwei Arten unterscheide, du-a-yye’XXetv und izpirreiv, das erstere aber sich wieder
sondere, je nachdem der aira^sXX«v als £rspog ng ■yryvöp.evoj oder als ö
aürö; xat pj peraßaXXoiv erzähle, steht sprachlich allerdings entgegen, dass
dem 6re piv nicht ein öre de, sondern v) entspricht. Nicht zu vergleichen
ist damit Anal. post. 82 b 30 öre p.ev ex rov npotzöv oy-pyarog, öre de ix rov
deurepou »} rptrou, oder Topik 171 a 3 dtö ij e’v ren evXXoyieydä eff rat rö atrtov
Sitzb. d. phil.-hist. CI. L. Bd. III. Hft. 20