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V a h 1 e n
1431 I) 27 ff. rdv ttoivjtvjv päXXov rüv püSoiv Ewa: Sei koivjtviv v} twv (aErpcov,
0(70) iroivjnjs xarä r^v fu/zijtnv fori, pipeirai Sk tag ttpa^eig. In diesem Sinne
tritt das püäovg 7toieiv in Gegensatz gegen die iapßixx) iSia (1449 b 6 ff),
da die iapßoTtoioi jtepi rov xaS' sxatorov noiovaiv (1431 b 14). Daher ist p03og
denn auch der jeder Individualisierung noch bare. Stoff in seiner nackten Allgemeinheit
(1435 b 2 u. 8), wie er dem zu schaffenden Gedicht vorausliegt, oder
aus dem fertigen Dichtwerk als argumentum herausgehoben werden kann.
In dieser letzteren, sowie in mehreren anderen Beziehungen gebraucht Aristoteles
mit pväog synonym den Ausdruck Xö-yoj: 1435 a 34 zovg re Xcyovg xai
roüj itapeiXrippivovg Sei xai adröv irotouvr« ixTiSeaSou xa3dXou (vgl. 1451 b24.
1453 b 22 Tta.poiSeSop.ivoi — itapeiXvippevoi pv3oi'); 1453 b 17 rvjj ’OSvaasias
puxpös 6 Xoyog, in gleichem Sinne wie 1453 b 8 pvSog: vgl. 1456 a 13. Ferner
1460 a 27 roug re Xöyoug pvj ouviaraaSai ix pepüv aki’joiv — el Se pS s£u> roö
pv3eüp.avog, eine Stelle, deren ganzer Zusammenhang und Vergleichung mit
1454 b 6 deutlich zeigt, dass Xo'701 nicht verschieden von p.03oi. Daher war
es, wie neuerdings auch Susemihl eingesehen, verkehrt 1449 b 8 in den Worten
xa3öXou Ttoieiv X6°jovg xai pvSovg einen Unterschied zu statuieren der Art,
dass Krates die Stoffe seiner Komödie theils aus dem Mythus, theils aus dem
Leben genommen; diess ist so unrichtig, als in dem vorausgehenden (b 6)
pi/äovg ttoieiv des Epicharm die mythologische Komödie des Sieiliers finden zu
wollen, wie beides noch neulich in dem verdienstlichen Buch über Epicharmos
von Aug. 0. Fr. Lorenz S. 190 fg. geschehen ist. Vielmehr ist Xo'-yoi xai p.ö3ot
eine Combinierung synonymer Begriffe zur Bezeichnung zusammenhängender
Stoffe und Handlungen allgemeiner Art. Aehnlich verbindet Aristoteles, doch
ohne an die Dichtung zu denken, Politik 1336 a 30 Ttsp'i X6-/o>v xai puäoiv
Ttoiovg nvag äxoveiv Set, wo die Statuierung eines subtilen Unterschiedes so
wenig als an der Stelle der Poetik am Platze wäre; es müsste denn sein, dass
Aristoteles auch einen Unterschied andeuten wolle, wenn er Bhctor. 1393 a 30
von X6-/01 Maoineioi redet, Meteorol. 356 b 11 aber von Aiowou p03oi. Dass
aber Aristoteles Stil die Combinierung synonymer Ausdrücke nicht verschmäht,
dafür sind einige Beispiele im Obigen gegeben, und es liessen sich ihrer, auch
aus der Poetik, noch viel mehr zusammenstellen.
2. TO ovvolov.
(Zu S. 267.)
Über rö truvoXov scheint eine Bemerkung nicht überflüssig. Waitz zur
Hermen. 17 a 39 (Organ. I. 335) bemerkt, dass das Wort an unserer Stelle
in demselben Sinne zu nehmen sei, wie 1453 b 33 rj pev TtenXe^pevz] (rporytodta)
yjg to oXov ioti Ttepnzeveia xai ava^voipiaig und 1459 b 16 avoqvtapioig 7“p
SioXou. Danach würden die in unserer Stelle genannten Dichtarten als solche
bezeichnet, uv to oXov pip-zjaig itmv. Anders Susemihl in Fleckeisens Jahrbüchern
1862 S. 328 fg.: 'Das Ganze der Epopöe u.s. w. gehört zusammengenommen
in das Gebiet der nachahmenden Darstellungen.’ Das Erstere scheint mir nicht
richtig, das Zweite ist mir wenigstens nicht klar (vgl. übrigens jetzt Susemihl’s