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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 50. Band, (Jahrgang 1865)

Beiträge  zu  Aristoteles  Poetik.

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14b6  a  28  rolg  8k  Xoijrotg  rä  pidöpeva  ri  päXXov  rou  pü3ou  Vj  ä'XXvjg  rpafipSiag.
Über  avazaaig  vergl.  1433  a  3  rö  psv  ■jäo  <ptXäv.$pMjrov  fyoi  av  vj  roiaürvj  auaraatg.
  a  23  vj  xaXXt'arvj  rpa-/(p8ia  ix  raurvjg  rvjg  avoraoeug  ioriv.  1439  b  17
xarä  re  rvjg  awräaswg  rö  pvjxog.  b  21  ei  rüv  äp/aicov  IXärroog  at  a-uaraustj
efsv.  1460  a  3  paxpäv  avaraoiv  (womit  zu  vergleichen,  was  1431  a  3  über  das
pvjxog  ini  rüv  pü3wv  gesagt  ist).  Hieher  rechne  ich  auch  die  mit  Unrecht  angelastete ­
  Stelle  1433  a  31  deure'pa  6’  vj  apürvj  ’X^opi'vvj  üaö  nvüv  e’uri  ffücrraaig,
  vj  öurXvjv  rvjv  ovaraaiv  ey_ovoa,  worin  letzteres  nicht  verschieden  ist  von
vj  öurXüg  CTuveorffvaa  (eine  Composition,  die  zwiefültig  componiert  ist;  vgl.  röv
xaXüg  e'^ovra  pOS’ov  äaXoöv  efvai  paXXov  vj  di~Xoüv  1433  a  12),  was  so  richtig
gesagt  ist,  als,  um  von  anderen  ähnlichen  Constructionen  abzusehen,  de  coel.
288  b  16  vj  ouaraoig  rwv  £ücov  ix  roiourwv  auve’orvjxsv.  Da  ferner  von  auoraaig
nicht  verschieden  ist  cruvS-eing  (vgl.  1430  a  3  p03-ov-rvjv  ovvSrsow  rüv  -pa7pätmv;
  1432  b  31  rvjv  auv^earv  rvjg  xaXXi'arvjg  rpa-yudi'ag  ;  1433  a  19  al  xäX-Xiovai
  rpa^uidiai  (Zuvri'Ssvrai),  so  muss  auch  1439  a  22  die  Verbesserung
xai  pvj  öpoiag  laropiaig  rag  ouväioeig  (für  uuv^Ssig)  avai  für  richtig  gelten.
Und  was  wiederholt  owraaig  (oder  ouvScOig)  genannt  wird,  nennt  Aristoteles
einmal  crüarvjp.a  (wie  er  einmal  1460  a  29  puSsupa  statt  pväog  sagt):  pvj
jrotstv  ETrojrouxöv  aücrrvjpa  rpeoyuidi'av  (I486  a  11),  was  man  unglücklicherweise ­
  durch  System  übersetzt  und  dadurch  sofort  an  das  trilogische  System
der  Tragödie  gedacht  hat,  was  hier  fern  liegt.  (Dass  übrigens  Aristoteles  auch
in  anderer  Beziehung  zwischen  crjorvjpa  und  aiioraoig  ohne  merklichen  Unterschied ­
  wechselt,  zeigt  de  gener.  anim.  738  b  2.  8  u.  s.  f.)
Es  erübrigt  noch  eine  andere  Definition  des  pü5og,  die  denselben  als
pipvjatg  apä^ewg  bezeichnet:  1480  a  4  rvjg  pev  -pä^swg  ö  p.vSog  vj  pi'pvjcrig.
1431  a  31  röv  pü3ov,  ehrst  rrpä^s-iig  ptpvjatg  io  riv;  1432  a  13:  eine  Definition,
die  mit  der  obigen  (oöavaoi;  rüv  srpa^pdrwv)  in  sofern  übereinstimmt,  als
beide  den  p.v3og  als  den  durch  die  Thätigkeit  des  Dichters  hindurchgezogenen
und  als  sein  eigenes  dichterisches  Gebilde  neu  geschaffenen  Stoff  bezeichnen;
dennoch  ist  in  der  Auffassung  ein  kleiner  Unterschied:  die  oüaraoig  jrpa-/pärwv
  vergegenwärtigt  die  Arbeit  des  Dichters,  vermöge  der  er  die  Begebenheiten ­
  nach  Ausscheidung  des  zur  Einheit  nicht  Verknüpfbaren  gruppiert  und  zu
einem  einheitlichen  Ganzen  verbindet.  Das  Besultat  der  avavaaig  Kpa-ip-avoiv
ist  die  jrpä^tg,  und  diese,  die  nicht  ein  Gegebenes  ist,  sondern  ein  aus  dem
umbildenden  Gedanken  des  Dichters  Gewordenes,  ist  ein  Product  der  pt'pvjutg.
Der  p.vSog  ist  demnach  die  ptptpvjpevvj  rrpä^tg  (sowie  anderseits  rä  ovvrera’jp.iva
  n-p«7p.ara),  und  die  Prüdicate  der  Kpä^tg  müssen  auch  die  Prädicate  des
pöSog  sein  (vgl.  besond.  cap.  8,  und  1432  a  12.  13.  37.  1431  b  33).  Wie  also
die  ;rpä7para  sich  zur  r,rpä^tg  gruppieren,  so  bezeichnet  die  auaraoig  rpa^pärwv
  den  Weg,  den  die  ptpvjfftg  ;rpä£scog  einschlägt.  Und  da  ferner  die  pipvjoag
wesentlich  darauf  beruht,  dass  nicht  die  individuelle  Wirklichkeit  (rä  7evöp.sva
—  rä  xaS’  i'xatrrov)  sondern  die  allgcmeingillige  poetische  Wahrheit  (rö  xa-ÄöXou)
  dargestellt  werde,  so  repräsentirt  der  pü3og  als  das  Ergebniss  der
pt'pvjatg  im  eigentlichen  Sinne  die  Dichtung.  Diese  Bedeutung  des  p.03og  ergibt ­
  sich  klar  aus  dem  ganzen  Zusammenhänge  des  9.  Capitels:  vgl.  besonders
            
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